während ich aus dem fenster gucke, rattert mein kopf wie verrückt.
die wolken haben einen leichten rosa stich, es ist noch hell.
mein herz tut weh.
meine augen sind geschwollen.
meine hände stehen nie still.
ich frage mich, wieso das immer wieder aufs neue passiert.
wenn man den sonntag damit startet, sich die bettdecke über den kopf zu ziehen, dann stimmt wohl etwas nicht.
im sicheren dunkel laufen mir die tränen hinab.
sie tropfen auf das kissen und hinterlassen dunkle flecken.
ich untertrücke das schluchzen und heraus kommen nur flache, unkontrollierte atemzüge.
meine gedanken rasen.
sie rennen umher, so schnell, dass ich sie nicht einfangen kann.
sie schmeißen alles um, wirbeln alles durch die luft.
'fick dich.'
es ist egal, was ich sage.
egal, was der wahrheit entspricht.
denn du hast eine ganz eigene wahrheit und in deiner verqueren realität gibt es ein anderes richtig und falsch.
also fick dich.
wenn du genug hast, dann lass mich doch allein.
das, was du da immer wieder machst, tut nämlich sehr weh.
Sonntag, 11. Dezember 2016
Donnerstag, 6. Oktober 2016
liebend gern
"du wiegst ja fast nix mehr! du fällst mir noch vom fleisch."
du siehst besorgt aus, wie so oft in letzter zeit.
"blödsinn." mehr weiss ich dazu nicht zu sagen, wie so oft in letzter zeit.
ich glaube du liebst mich.
ich glaube du liebst mich, und traust dich nicht, es dir einzugestehen.
denn liebe bedeutet abhängigkeit.
und abhängigkeit bedeutet zwangsläufig schmerz.
und als ich zu dir sagte,
dass ich lieber schmerzen hab, als dich gar nicht zu haben, da warst du nur ganz kurz still,
bevor du meintest, dass du mir gar nicht weh tun willst.
aber es geht nicht ums wollen,
ums absichtlich
oder ausversehen.
ich sehe deine gänsehaut und dein zusammenzucken,
wenn mal wieder ein paar wörter unkontrolliert aus meinem mund fallen und dir entgegen springen.
dabei zerboren sie manchmal dein herz.
und genau dann
ist es soweit und es kommt der schmerz den du nicht willst und ich nicht will, dass du ihn hast.
und dann sitzen wir da und schreien uns an bis ich wieder weinen muss,
und später steigst du auch mit ein.
dann zum schluss in deinen armen verschmelzen wir,
in unserem eigenen kleinen ozean aus tränen sind wir zusammen gegen die hohen wellen.
nur durch kleine gemeine herzendurchbohrende pfeile,
die wir beide nie abschiessen wollen und es trotzdem tun.
aber so ist es nun mal.
so ist liebe, oder nicht?
es gibt keinen menschen auf der welt, der mich trauriger machen könnte, als du es kannst.
und es gibt keinen menschen auf der welt, der mich glücklicher machen kann, als du es tust.
aber unterm strich, rede ich von liebe
und du eben nicht.
denn mitten in der nacht
liegst du selten wach und fragst dich, ob alles gut so ist, wie es ist.
da denkst du nur an den nächsten morgen und dass du so und so viel machen musst.
unterm strich red ich von liebe, und du eben nicht.
du verdrehst mir den kopf doch weil dir selbst nicht danach ist,
verschließt du deine gedanken vor deiner eigenen euphorie.
ganz selten einmal gelangt ein funke dann doch über die hohe mauer, die du dort stein für stein errichtet hast.
und in den momenten, da lesen wir grade den selben satz im selben buch.
ich rede von liebe und du manchmal vielleicht auch.
doch meistens eben nicht.
da rede ich von liebe, und du dann doch nicht.
ich rede von liebe,
und du von liebend gern.
du siehst besorgt aus, wie so oft in letzter zeit.
"blödsinn." mehr weiss ich dazu nicht zu sagen, wie so oft in letzter zeit.
ich glaube du liebst mich.
ich glaube du liebst mich, und traust dich nicht, es dir einzugestehen.
denn liebe bedeutet abhängigkeit.
und abhängigkeit bedeutet zwangsläufig schmerz.
und als ich zu dir sagte,
dass ich lieber schmerzen hab, als dich gar nicht zu haben, da warst du nur ganz kurz still,
bevor du meintest, dass du mir gar nicht weh tun willst.
aber es geht nicht ums wollen,
ums absichtlich
oder ausversehen.
ich sehe deine gänsehaut und dein zusammenzucken,
wenn mal wieder ein paar wörter unkontrolliert aus meinem mund fallen und dir entgegen springen.
dabei zerboren sie manchmal dein herz.
und genau dann
ist es soweit und es kommt der schmerz den du nicht willst und ich nicht will, dass du ihn hast.
und dann sitzen wir da und schreien uns an bis ich wieder weinen muss,
und später steigst du auch mit ein.
dann zum schluss in deinen armen verschmelzen wir,
in unserem eigenen kleinen ozean aus tränen sind wir zusammen gegen die hohen wellen.
nur durch kleine gemeine herzendurchbohrende pfeile,
die wir beide nie abschiessen wollen und es trotzdem tun.
aber so ist es nun mal.
so ist liebe, oder nicht?
es gibt keinen menschen auf der welt, der mich trauriger machen könnte, als du es kannst.
und es gibt keinen menschen auf der welt, der mich glücklicher machen kann, als du es tust.
aber unterm strich, rede ich von liebe
und du eben nicht.
denn mitten in der nacht
liegst du selten wach und fragst dich, ob alles gut so ist, wie es ist.
da denkst du nur an den nächsten morgen und dass du so und so viel machen musst.
unterm strich red ich von liebe, und du eben nicht.
du verdrehst mir den kopf doch weil dir selbst nicht danach ist,
verschließt du deine gedanken vor deiner eigenen euphorie.
ganz selten einmal gelangt ein funke dann doch über die hohe mauer, die du dort stein für stein errichtet hast.
und in den momenten, da lesen wir grade den selben satz im selben buch.
ich rede von liebe und du manchmal vielleicht auch.
doch meistens eben nicht.
da rede ich von liebe, und du dann doch nicht.
ich rede von liebe,
und du von liebend gern.
Kolumbianischer Schnupfen
ich sitze hier, wärmflasche, tee und dicke wolldecke.
im wohnzimmer.
weil C schon schläft.
der hat die männergrippe - dank mir, ich bring die keime von der arbeit mit.
ich bin erkältet, bestimmt schon das fünfte mal dieses jahr.
in meinem linken nasenloch steckt ein stückchen papier.
in meinem linken nasenloch steckt ein stückchen papier.
ich hab es da rein gestopft, damit es die wässernde wunde abdeckt, die dort drinnen ist.
in letzter zeit blicke ich öfter mal zurück auf die letzten 6 monate, es war eine ganz schön turbulente achterbahnfahrt.
ich hab jemanden verlassen, mich neu verliebt, bin umgezogen, hab n neuen job, wohne nicht mehr alleine.
ich hab jemanden verlassen, mich neu verliebt, bin umgezogen, hab n neuen job, wohne nicht mehr alleine.
in den letzten 6 monaten bin ich bestimmt 5 jahre gealtert. mental, meine ich.
ich habe tatsächlich solche gedankensprünge hingelegt, dass ich selbst über mich erstaunt bin.
und körperlich? ja, ja. der liebe körper lässt nichts spurlos an sich vorüber ziehen.
in den letzten 6 monaten habe ich mich 10 milchtüten leichter gezaubert.
ups.
in den letzten 6 monaten ist nun auch mein anderes nasenloch kaputt, so dass ich jetzt kein wirklich heiles mehr hab.
ups.
in den letzten 6 monaten musste ich mir eine kleinere hose kaufen.
und kleinere bhs.
fuck.
in den letzten 6 monaten hab ich mehr geld für drogen ausgegeben als in den letzten zwei jahren.
herzlichen glückwunsch, flüster ich mir da zu, du bist eine kleine pepnase.
na scheppert's?
Montag, 12. September 2016
Atemnot
ich falle immer tiefer, bin wie gelähmt. mein gesicht ist leer, meine augen glanzlos, ich bin still.
was soll man nur sagen, wenn man nicht sprechen kann.
ich habe das gefühl, ich könnte nichts tun, keinen laut von mir geben, keine bewegung machen, nicht mal weg rennen könnte ich.
und wenn doch - wohin würde ich rennen?
es gibt nichts, keinen ort mehr für mich.
ich bin allein in einem fremden umfeld ohne selbstständigkeit, kann mit niemandem hier reden, nichts ist geschützt weil nichts meins ist.
ich fühle mich zurück gelassen, allein, nicht gewollt.
nicht geliebt.
soll ich gehen, das würde ich am liebsten fragen, aber meine stimme gibt es wohl nicht mehr.
das hier könnte das ende sein von dem 'wir'.
ich kann nicht mehr.
hilfe, wo ist die pausentaste?
ich bin durch mit meinen nerven, mein körper zahlt es mir heim. lässt mich zwei mal zusammen klappen wegen eines kreislaufkollabs und meine innereien auskotzen bis ich keine luft mehr bekomme.
ich weiß nicht, ob ich überhaupt wirklich geschlafen habe letzte nacht.
meine augen jedenfalls sind immer noch geschwollen von all den tränen, die du scheinbar nicht verstehst.
du siehst sie nicht, die liebe.
du bist blind vor angst.
ich habe keine kraft mehr, keine kraft.
ich brauche diesen rückhalt, zu wissen, dass meine sichere existenz aufzugeben und quer durch deutschland zu ziehen nicht umsonst war.
ich brauche liebe.
was soll man nur sagen, wenn man nicht sprechen kann.
ich habe das gefühl, ich könnte nichts tun, keinen laut von mir geben, keine bewegung machen, nicht mal weg rennen könnte ich.
und wenn doch - wohin würde ich rennen?
es gibt nichts, keinen ort mehr für mich.
ich bin allein in einem fremden umfeld ohne selbstständigkeit, kann mit niemandem hier reden, nichts ist geschützt weil nichts meins ist.
ich fühle mich zurück gelassen, allein, nicht gewollt.
nicht geliebt.
soll ich gehen, das würde ich am liebsten fragen, aber meine stimme gibt es wohl nicht mehr.
das hier könnte das ende sein von dem 'wir'.
ich kann nicht mehr.
hilfe, wo ist die pausentaste?
ich bin durch mit meinen nerven, mein körper zahlt es mir heim. lässt mich zwei mal zusammen klappen wegen eines kreislaufkollabs und meine innereien auskotzen bis ich keine luft mehr bekomme.
ich weiß nicht, ob ich überhaupt wirklich geschlafen habe letzte nacht.
meine augen jedenfalls sind immer noch geschwollen von all den tränen, die du scheinbar nicht verstehst.
du siehst sie nicht, die liebe.
du bist blind vor angst.
ich habe keine kraft mehr, keine kraft.
ich brauche diesen rückhalt, zu wissen, dass meine sichere existenz aufzugeben und quer durch deutschland zu ziehen nicht umsonst war.
ich brauche liebe.
Mittwoch, 24. August 2016
des spiegels verlockung | romantisierung
hier verbirgt sich eine gewisse doppeldeutigkeit, ich erkläre:
es ist wirklich unglaublich, wie viele möglichkeiten der alltag bietet, um seine eigene reflexion anzustarren - ich erschrecke mich in letzter zeit immer mal wieder, wenn mich mein spiegelbild anblickt.
die augen wirken müde, ausgelaugt aber glücklich, der körper ausgezerrt, die haut grau und unrein.
ich muss dann zwei mal hingucken, um zu erkennen, dass das da wirklich ich bin.
mein liebster spiegel jedoch ist das tablett aus metall mit den kleinen glasplatten drauf, dem röhrchen, feenstaub.
ich bin enthaltsam, etwa die hälfte des monats. das ist kein problem. es ist keine sucht.
da hab ich ganz andere probleme.
die stimme in meinem kopf ist wieder laut, sehr laut.
ich wog heute morgen 59 kilogramm.
ich mache mir selber angst.
ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes zeichen?
mein vater redet nicht mehr mit mir.
meine mutter lebt vielleicht nicht mehr.
ich bin nicht schwanger.
ich wurde vermutlich nicht an der uni angenommen.
ich ziehe nächste woche mittwoch um.
heute auf der arbeit musste ich mich für eine halbe stunde raus setzen, smöken, heulen. ich hatte am hellichten tag, auf der arbeit, einen nervenzusammenbruch. ich wünschte ich würde endlich von meiner mama hören.
ich wünschte ich wär in Cs armen und könnte beruhigt einschlafen, wenn er da ist, passiert mir nichts. sein ruhiges atmen, die liebe und die wärme lassen nichts schlechtes an mich heran.
es ist wirklich unglaublich, wie viele möglichkeiten der alltag bietet, um seine eigene reflexion anzustarren - ich erschrecke mich in letzter zeit immer mal wieder, wenn mich mein spiegelbild anblickt.
die augen wirken müde, ausgelaugt aber glücklich, der körper ausgezerrt, die haut grau und unrein.
ich muss dann zwei mal hingucken, um zu erkennen, dass das da wirklich ich bin.
mein liebster spiegel jedoch ist das tablett aus metall mit den kleinen glasplatten drauf, dem röhrchen, feenstaub.
ich bin enthaltsam, etwa die hälfte des monats. das ist kein problem. es ist keine sucht.
da hab ich ganz andere probleme.
die stimme in meinem kopf ist wieder laut, sehr laut.
ich wog heute morgen 59 kilogramm.
ich mache mir selber angst.
ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes zeichen?
mein vater redet nicht mehr mit mir.
meine mutter lebt vielleicht nicht mehr.
ich bin nicht schwanger.
ich wurde vermutlich nicht an der uni angenommen.
ich ziehe nächste woche mittwoch um.
heute auf der arbeit musste ich mich für eine halbe stunde raus setzen, smöken, heulen. ich hatte am hellichten tag, auf der arbeit, einen nervenzusammenbruch. ich wünschte ich würde endlich von meiner mama hören.
ich wünschte ich wär in Cs armen und könnte beruhigt einschlafen, wenn er da ist, passiert mir nichts. sein ruhiges atmen, die liebe und die wärme lassen nichts schlechtes an mich heran.
Freitag, 19. August 2016
schattenfigur
natürlich hatte ich recht.
natürlich würde er sich beschweren, über die art wie ich mein leben lebe.
über die prioritäten, die ich mir setze. über die ziele, die ich habe oder nicht habe.
die liste könnte endlos weiter geführt werden, ich könnte euch vermutlich stundenlang damit entertainen, was meinem vater an mir missfällt.
doch ich werde dies nicht tun, da mir bessere dinge einfallen um jemanden zu entertainen und weil ich inzwischen weiß, wie ich mit meinem vater umzugehen habe - nämlich selten bis gar nicht, damit alles rosig läuft.
schon vorher war es selten einfach mit meinem vater, aber in den letzten drei jahren war es ein nervenaufreibender kampf - bis ich irgendwann keine lust mehr hatte auf dieses...was auch immer.
wir stritten viel, dann sprachen wir nicht mehr, dann stritten wir wieder viel, dann habe ich den kontakt abgebrochen.
was mein vater in der vergangenheit getan hat, wie er gehandelt hat, fühlt sich an wie verrat und dieses gefühl werde ich auch nie los werden.
ich bin aber nicht mehr traurig, oder entsetzt, oder schokiert.
ich bin nicht mal mehr wütend.
ich habe mich damit abgefunden, es verarbeiten können.
ich habe ihm gesagt, dass ich quer durchs land ziehen werde, weg.
die lange nachricht, die ich ein paar tage später von ihm erhielt, habe ich noch nicht beantwortet.
und ich weiß nicht, ob ich es tue.
mein vater hat eine bedeutung für mich.
als mensch.
er ist nicht mein papa, er ist nicht mein go-to-guy, er ist nicht mein held, ich frage ihn nicht um rat, ich bespreche mit ihm keine lebenspläne oder entscheidungen.
das ist für mich der aller beste weg.
natürlich würde er sich beschweren, über die art wie ich mein leben lebe.
über die prioritäten, die ich mir setze. über die ziele, die ich habe oder nicht habe.
die liste könnte endlos weiter geführt werden, ich könnte euch vermutlich stundenlang damit entertainen, was meinem vater an mir missfällt.
doch ich werde dies nicht tun, da mir bessere dinge einfallen um jemanden zu entertainen und weil ich inzwischen weiß, wie ich mit meinem vater umzugehen habe - nämlich selten bis gar nicht, damit alles rosig läuft.
schon vorher war es selten einfach mit meinem vater, aber in den letzten drei jahren war es ein nervenaufreibender kampf - bis ich irgendwann keine lust mehr hatte auf dieses...was auch immer.
wir stritten viel, dann sprachen wir nicht mehr, dann stritten wir wieder viel, dann habe ich den kontakt abgebrochen.
was mein vater in der vergangenheit getan hat, wie er gehandelt hat, fühlt sich an wie verrat und dieses gefühl werde ich auch nie los werden.
ich bin aber nicht mehr traurig, oder entsetzt, oder schokiert.
ich bin nicht mal mehr wütend.
ich habe mich damit abgefunden, es verarbeiten können.
ich habe ihm gesagt, dass ich quer durchs land ziehen werde, weg.
die lange nachricht, die ich ein paar tage später von ihm erhielt, habe ich noch nicht beantwortet.
und ich weiß nicht, ob ich es tue.
mein vater hat eine bedeutung für mich.
als mensch.
er ist nicht mein papa, er ist nicht mein go-to-guy, er ist nicht mein held, ich frage ihn nicht um rat, ich bespreche mit ihm keine lebenspläne oder entscheidungen.
das ist für mich der aller beste weg.
kinderaugen
ich bekomme angst, wenn ich daran denke.
diese strahlende unschuld, das verletzbare, das von grund auf gute, die liebevolle zärtlichkeit gegenüber allem.
sie sind so schutzbedürftig.
sie haben nichts und gleichzeitig alles.
nur hier ist alles so kaputt,
wie kann mein herz es dann ertragen, etwas so pures in diese grausamkeit zu holen.
es in die dunkle welt zu ziehen, es an die hand zu nehmen und mit verbundenen augen in das chaos zu springen. in die sucht hinein zu zerren. die trauer. die schmerzende wahrheit der liebe.
wie soll das gehen, frage ich mich.
und doch - in deinen augen regt sich etwas bei dem gedanken, unser chaos zu vermehren.
sie funkeln. freudig gespannt, verwirrt, unsicher strahlen sie mich kurz an.
dann räumst du schnell alles auf und steckst es in die dunklen schubladen zurück.
ein kurzer moment von wahrheit überkam dich.
dann hat dein verstand dich angebrüllt und du hast ihn gewinnen lassen.
und natürlich mache ich es genauso, weil ich weiss, dass dein und mein verstand recht haben
aber auch ich habe kurze momente der wahrheit, wo mich freude, liebe und spannung packt.
bevor ich dich wieder anblicke - in die schönsten augen, die ich kenne - und mir eingestehe, dass wir so etwas noch nicht wollen, nicht wirklich jeden falls.
dafür gibt es noch zu viel zu erledigen, zu viel zu entdecken, zu viel scheisse zu bauen, zu viel spaß zu haben.
und zu viel zu reparieren an uns beiden als individuen.
ich hab eigentlich viel zu erzählen, mir spuken nur grade viele andere sachen im kopf herum.
mir geht es unverändert.
die sucht ist hier.
sie geht nicht.
ich merks immer stärker.
ich halte durch aber gebe nach.
diese strahlende unschuld, das verletzbare, das von grund auf gute, die liebevolle zärtlichkeit gegenüber allem.
sie sind so schutzbedürftig.
sie haben nichts und gleichzeitig alles.
nur hier ist alles so kaputt,
wie kann mein herz es dann ertragen, etwas so pures in diese grausamkeit zu holen.
es in die dunkle welt zu ziehen, es an die hand zu nehmen und mit verbundenen augen in das chaos zu springen. in die sucht hinein zu zerren. die trauer. die schmerzende wahrheit der liebe.
wie soll das gehen, frage ich mich.
und doch - in deinen augen regt sich etwas bei dem gedanken, unser chaos zu vermehren.
sie funkeln. freudig gespannt, verwirrt, unsicher strahlen sie mich kurz an.
dann räumst du schnell alles auf und steckst es in die dunklen schubladen zurück.
ein kurzer moment von wahrheit überkam dich.
dann hat dein verstand dich angebrüllt und du hast ihn gewinnen lassen.
und natürlich mache ich es genauso, weil ich weiss, dass dein und mein verstand recht haben
aber auch ich habe kurze momente der wahrheit, wo mich freude, liebe und spannung packt.
bevor ich dich wieder anblicke - in die schönsten augen, die ich kenne - und mir eingestehe, dass wir so etwas noch nicht wollen, nicht wirklich jeden falls.
dafür gibt es noch zu viel zu erledigen, zu viel zu entdecken, zu viel scheisse zu bauen, zu viel spaß zu haben.
und zu viel zu reparieren an uns beiden als individuen.
ich hab eigentlich viel zu erzählen, mir spuken nur grade viele andere sachen im kopf herum.
mir geht es unverändert.
die sucht ist hier.
sie geht nicht.
ich merks immer stärker.
ich halte durch aber gebe nach.
goldener dunst
GLÜCKUNGLÜCK
ich werd aus dir nicht schlau.
was du an dir hast, das leute bessesen sind,
dich zu besitzen.
was du mit den köpfen machst,
wie du sie verdrehst, den armen kleinen menschen,
bis hin,
zum tod aller sinne.
wir eifern dir nach,
suchen dich in allen farben,
finden selten.
und doch glauben wir,
dass es dich gibt.
aber ist es nicht so,
liebes glück,
dass derjenige, der an dich zu glauben wünscht,
sich sehnt nach deiner wärme,
deiner lust und deinem frieden,
sich auch verzehren muss nach deines bruders frivoler lebenslust,
dem unglück?
ist es nicht so, dass derjenige sich zu suhlen pflegt,
in einem meer aus dem unschönen wort?
ist es nicht so, dass er es genießen mag,
stets wenn du leise und friedlich in den endlosen nächten schlummerst,
weil du es dann nicht sehen kannst?
Mittwoch, 27. Juli 2016
zeitgeflüster
"es ist nicht immer einfach", sage ich mir selbst und ziehe an meiner zigarette.
sie schmeckt mir nicht besonders gut, aber da die tanke schon zu hat und der automat vor der haustür nicht unbedingt die beste auswahl hat, muss das eben genügen.
sowieso sollte es ja nicht um den genuss gehen.
es geht um die sucht.
ich werde langsam paranoider.
c. kann sich wohl nicht entscheiden, was er besser fände - wenn ich die letzten zwei kilos noch knacke oder wieder fünf zu nehme.
alles schwachsinn, denke ich.
im moment hat mich das leben mal wieder eingeholt.
oder besser gesagt, ist es mir aufgelauert und hat mir dann richtig in die fresse gehauen.
nix mit "mach ich morgen", nix mit zudröhnen bis zum anschlag, nix mit rosarot.
und - leider - nix mit sich vor dem essen drücken.
ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mir gut geht.
einerseits geht es mir unglaublich gut, der himmel ist blauer als vorher, das gras grüner und so weiter.
aber andererseits, und das lässt die liebe nun mal aus dem spiel, andererseits geht es mir gar nicht gut.
ich habe kaum hunger.
wenn doch, dann muss ich schon genau kalkulieren.
mal eben so noch ne schale cornflakes zum beispiel - ist zur zeit nicht drin, geht einfach nicht.
mir geht es eigentlich sehr gut mit meinem gewicht, beziehungsweise meinem körper.
heute eher weniger, aber sonst durchaus.
sachen passen, sind zu groß, sehen besser an mir aus.
aber diese fast panische angst, durch diese schale cornflakes zuzunehmen, ist der horror.
oder viel mehr ist es eigentlich die angst davor, einen stein ins rollen zu bringen.
es ist schwierig.
die drogen taugen auch nicht mehr so viel.
wenn, dann muss ich mich schon ziemlich wegknallen.
deswegen fällt manches jetzt erst einmal weg (bis freitag vermutlich, unter der woche läuft da sowieso reinen gewissens nichts bei mir).
ich kiffe viel mehr. zu viel vielleicht.
dafür rauche ich nicht mehr ganz so viel, bloß in gesellschaft und alkohol.
manchmal ist dann auch der alkohol gesellschaft genug.
ich habe meinem vater bereits drei mal versucht zu erzählen, dass ich im september umziehen werde.
er hat nicht zugehört.
weiss also noch nichts davon und wird mir dann vorhalten, dass ich ihm nie etwas erzählen würde.
ich werde vor heimweh sterben, wenn ich hier bin, das weiß ich.
und es macht mir ziemliche angst.
ich vermisse jetzt schon die luft, die straßen, die geheimen ecken, die abgeranzten clubs, meine menschen.
ich korrigiere mich hier jetzt noch mal, mir geht es nicht gut.
mir geht es beschissen furchtbar.
hin und her gerissen, obwohl es keine entscheidung zu treffen gibt.
denn die liebe ist nun einmal hier.
wer weiß, wie lang.
aber erstmal ist sie hier.
alles ist vergänglich.
auch das glück.
sie schmeckt mir nicht besonders gut, aber da die tanke schon zu hat und der automat vor der haustür nicht unbedingt die beste auswahl hat, muss das eben genügen.
sowieso sollte es ja nicht um den genuss gehen.
es geht um die sucht.
ich werde langsam paranoider.
c. kann sich wohl nicht entscheiden, was er besser fände - wenn ich die letzten zwei kilos noch knacke oder wieder fünf zu nehme.
alles schwachsinn, denke ich.
im moment hat mich das leben mal wieder eingeholt.
oder besser gesagt, ist es mir aufgelauert und hat mir dann richtig in die fresse gehauen.
nix mit "mach ich morgen", nix mit zudröhnen bis zum anschlag, nix mit rosarot.
und - leider - nix mit sich vor dem essen drücken.
ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mir gut geht.
einerseits geht es mir unglaublich gut, der himmel ist blauer als vorher, das gras grüner und so weiter.
aber andererseits, und das lässt die liebe nun mal aus dem spiel, andererseits geht es mir gar nicht gut.
ich habe kaum hunger.
wenn doch, dann muss ich schon genau kalkulieren.
mal eben so noch ne schale cornflakes zum beispiel - ist zur zeit nicht drin, geht einfach nicht.
mir geht es eigentlich sehr gut mit meinem gewicht, beziehungsweise meinem körper.
heute eher weniger, aber sonst durchaus.
sachen passen, sind zu groß, sehen besser an mir aus.
aber diese fast panische angst, durch diese schale cornflakes zuzunehmen, ist der horror.
oder viel mehr ist es eigentlich die angst davor, einen stein ins rollen zu bringen.
es ist schwierig.
die drogen taugen auch nicht mehr so viel.
wenn, dann muss ich mich schon ziemlich wegknallen.
deswegen fällt manches jetzt erst einmal weg (bis freitag vermutlich, unter der woche läuft da sowieso reinen gewissens nichts bei mir).
ich kiffe viel mehr. zu viel vielleicht.
dafür rauche ich nicht mehr ganz so viel, bloß in gesellschaft und alkohol.
manchmal ist dann auch der alkohol gesellschaft genug.
ich habe meinem vater bereits drei mal versucht zu erzählen, dass ich im september umziehen werde.
er hat nicht zugehört.
weiss also noch nichts davon und wird mir dann vorhalten, dass ich ihm nie etwas erzählen würde.
ich werde vor heimweh sterben, wenn ich hier bin, das weiß ich.
und es macht mir ziemliche angst.
ich vermisse jetzt schon die luft, die straßen, die geheimen ecken, die abgeranzten clubs, meine menschen.
ich korrigiere mich hier jetzt noch mal, mir geht es nicht gut.
mir geht es beschissen furchtbar.
hin und her gerissen, obwohl es keine entscheidung zu treffen gibt.
denn die liebe ist nun einmal hier.
wer weiß, wie lang.
aber erstmal ist sie hier.
alles ist vergänglich.
auch das glück.
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kopf,
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wunderland
Mittwoch, 13. Juli 2016
feuerwerk / 61
funken springen über, mein gehirn brennt.
alles ist laut, unglaublich schrill.
kopfüber hineingestürzt und nichts bereut.
es ist gut so wie es ist, denn es ist unglaublich schön.
schöner als alles zuvor, schöner als die realität mir je hätte versprechen können.
aber alles hat seinen preis.
gesundheit.
leben.
verletzbarkeit.
und liebe.
oh gott, diese liebe.
ein geschöpf so glänzend hell, wie die sterne,
so warm, wie die sonne,
so fordernd verzehrt sich mein herz nach dem deinen,
so fordernd suchen meine lippen die deinen um mit einem großen knall ineinander zu verschmelzen.
so fordernd will mein geist den deinen begleiten, in ihn eindringen, ihn verzücken mit meiner bunten fantasie.
mein leben zur zeit ist ein ziemliches chaos, ich nehme mir dinge vor, nur um sie dann nicht zu erledigen.
ich sehe kaum noch leute, weil ich nur noch bei ihm bin.
ich erkenne mich selbst nicht mehr, verliere mich stück für stück in dieser begierde.
zu häufig greife ich zum ziehröhrchen, zu häufig zur tüte, zu häufig zur pille die mir süß sauer die kehle runterläuft.
ich wiege jetzt noch 61 kilo, mehr oder weniger.
und ich kann nicht behaupten, dass es mich stört.
ich kann nicht behaupten, dass mich zur zeit irgendetwas stört.
trotz dem ganzen chaos bin ich so glücklich, wie schon lange nicht mehr.
alles ist laut, unglaublich schrill.
kopfüber hineingestürzt und nichts bereut.
es ist gut so wie es ist, denn es ist unglaublich schön.
schöner als alles zuvor, schöner als die realität mir je hätte versprechen können.
aber alles hat seinen preis.
gesundheit.
leben.
verletzbarkeit.
und liebe.
oh gott, diese liebe.
ein geschöpf so glänzend hell, wie die sterne,
so warm, wie die sonne,
so fordernd verzehrt sich mein herz nach dem deinen,
so fordernd suchen meine lippen die deinen um mit einem großen knall ineinander zu verschmelzen.
so fordernd will mein geist den deinen begleiten, in ihn eindringen, ihn verzücken mit meiner bunten fantasie.
mein leben zur zeit ist ein ziemliches chaos, ich nehme mir dinge vor, nur um sie dann nicht zu erledigen.
ich sehe kaum noch leute, weil ich nur noch bei ihm bin.
ich erkenne mich selbst nicht mehr, verliere mich stück für stück in dieser begierde.
zu häufig greife ich zum ziehröhrchen, zu häufig zur tüte, zu häufig zur pille die mir süß sauer die kehle runterläuft.
ich wiege jetzt noch 61 kilo, mehr oder weniger.
und ich kann nicht behaupten, dass es mich stört.
ich kann nicht behaupten, dass mich zur zeit irgendetwas stört.
trotz dem ganzen chaos bin ich so glücklich, wie schon lange nicht mehr.
Mittwoch, 8. Juni 2016
kristallnacht / feenstaub (pt.2)
meine freunde sind alle gegangen.
mir ist es egal.
ich rauche genüßlich eine kippe nach der anderen, trinke was, gucke mich um.
der raum ist nicht besonders bunt, es gibt nicht viele lampen.
dafür gibt es eine nebelmaschine.
man muss prioritäten setzen, wa.
besonders viele menschen sind nicht mehr da, es ist grad mal sechs uhr.
plötzlich stichst du mir ins auge.
du stehst weiter hinten, unterhälst dich vielleicht mit jemandem, keine ahnung.
aber du hast einen schal um oder ein tuch.
aufgeregt, ohne nach zu denken, gehe ich ziemlich fix zu dir rüber und quatsch dich an.
du bist c., aus frankfurt und 32 jahre alt.
wir fahren tatsächlich später zusammen zum hauptbahnhof, bevor ich in meine bahn nach hause hüpfe.
ich habe c. schon zweinmal besucht.
ich mag ihn gern.
was daraus wird, kann ich nicht sagen.
will ich nicht sagen.
mir ist es egal.
ich rauche genüßlich eine kippe nach der anderen, trinke was, gucke mich um.
der raum ist nicht besonders bunt, es gibt nicht viele lampen.
dafür gibt es eine nebelmaschine.
man muss prioritäten setzen, wa.
besonders viele menschen sind nicht mehr da, es ist grad mal sechs uhr.
plötzlich stichst du mir ins auge.
du stehst weiter hinten, unterhälst dich vielleicht mit jemandem, keine ahnung.
aber du hast einen schal um oder ein tuch.
aufgeregt, ohne nach zu denken, gehe ich ziemlich fix zu dir rüber und quatsch dich an.
du bist c., aus frankfurt und 32 jahre alt.
wir fahren tatsächlich später zusammen zum hauptbahnhof, bevor ich in meine bahn nach hause hüpfe.
ich habe c. schon zweinmal besucht.
ich mag ihn gern.
was daraus wird, kann ich nicht sagen.
will ich nicht sagen.
feenstaub (pt.1)
"willst du?", fragt j.
ich nicke und folge ihm nach draußen.
"hier rein"
wir setzen uns in einen fotoautomaten und ziehen den vorhang zu. drinnen brennt helles hallogenlicht. es ist einer dieser neumodischen automaten, wo man passbilder machen kann.
er kramt in den tiefen seiner hosentaschen und zieht ein portomonaie heraus.
es ist wie ein zaubertrick, aus dem portomonaie holt er ein tütchen, dann eine karte, dann noch eine karte.
ich sage kein wort. mein herz schlägt stark unter meiner brust.
jetzt, wo ich diese zeilen schreibe und mich zurück erinnere, muss ich ein bisschen grinsen.
wie aufregend alles immer scheint beim ersten mal.
wie eine riesen große sache.
ich schaue ihm dabei zu, wie er aus dem pulver zwei lines macht. ein bisschen rieselt hinab auf unsere beine, es glitzert in allen farben des regenbogens.
"scheisse", murmelt er.
in diesem moment geht das licht im fotoautomaten aus.
wir tauschen einen halb erschrockenen, halb belustigten blick.
er drückt mir den zusammengerollten schein in die hand.
feenstaub.
ich nicke und folge ihm nach draußen.
"hier rein"
wir setzen uns in einen fotoautomaten und ziehen den vorhang zu. drinnen brennt helles hallogenlicht. es ist einer dieser neumodischen automaten, wo man passbilder machen kann.
er kramt in den tiefen seiner hosentaschen und zieht ein portomonaie heraus.
es ist wie ein zaubertrick, aus dem portomonaie holt er ein tütchen, dann eine karte, dann noch eine karte.
ich sage kein wort. mein herz schlägt stark unter meiner brust.
jetzt, wo ich diese zeilen schreibe und mich zurück erinnere, muss ich ein bisschen grinsen.
wie aufregend alles immer scheint beim ersten mal.
wie eine riesen große sache.
ich schaue ihm dabei zu, wie er aus dem pulver zwei lines macht. ein bisschen rieselt hinab auf unsere beine, es glitzert in allen farben des regenbogens.
"scheisse", murmelt er.
in diesem moment geht das licht im fotoautomaten aus.
wir tauschen einen halb erschrockenen, halb belustigten blick.
er drückt mir den zusammengerollten schein in die hand.
feenstaub.
Dienstag, 17. Mai 2016
wetterwechsel
der himmel ist blau.
langsam ziehen die wolken vorüber und die farbe verändert sich.
ich beobachte menschen, die sich rücksichtslos ihren weg durch ihr selbst erschaffenes chaos bahnen, jeder will an erster stelle stehen. jeder ist sich selbst am wichtigsten.
die vögel gleiten durch die klare sommerluft, zwischen den wolken umher. unendlich hoch und unendlich weit können sie fliegen.
wie gerne würde ich weg.
meine arme ausstrecken und zuschauen, wie sich große, dicke federn aus meiner haut in die freiheit bohren. mich vom boden abstoßen, meine flügel schlagen lassen und immer höher steigen.
weg von allem, immer weiter fort. ohne weg und ohne ziel. einfach fort.
wieso kann ich kein vogel sein, das würde ich gerne wissen.
wie oft ich mich das bereits gefragt habe in meinem leben, will ich gar nicht wissen.
warum kann denn das leben nicht einmal einfach sein, bloß ein einziges mal ein wenig unkomplizierter, ein wenig stressfreier als sonst.
ich futter teile, ziehe pep, ich trinke viel zur zeit - vielleicht auch mehr als ich sollte.
vögel könnten vermutlich irgendwann nicht mehr fliegen, wenn sie trinken.
aber ich segel durch die lüfte, wenn die flasche an meinen mund gelangt und der alkohol meine lippen benetzt und die kleine pille meine kehle runterrutscht.
dass ich nicht mal nach gründen suchen muss, um mich abzuschießen, sollte beunruhigend sein.
ich habe das gefühl ich sitze auf einem riesigen karussel, so groß, dass man mitten drin vergisst, dass man sich im kreis dreht. bis man sachen wiedererkennt und sich daran zurück erinnert, dass man bereits dort war.
ich kann es mir selber nicht recht machen im moment.
mit gar nichts.
mit niemandem.
ich brauche dringend urlaub und noch ein paar bier.
so auf drogen ist das leben dann aber doch wieder ganz schön.
solange ich nüchtern das haus verlasse, nüchtern bei der arbeit bin und nüchtern nach hause komme ist alles okay.
ich hab alles im griff.
Freitag, 29. April 2016
blau 2.0
die tür fällt hinter ihm ins schloss.
ich stehe für einen moment regungslos da.
ein paar kleine auseinandersetzungen und zack - fährt er davon.
hat die hälfte seiner sachen hier gelassen.
egal.
bin wütend.
denke zurück an letzten freitag, da war die welt noch in ordnung.
war ich noch sorgenfrei, verhältnismäßig.
da war ich auf speed unterwegs, hatte ne ziemlich lange nacht.
war 9 uhr morgens, als ich den schlüssel ins schloss steckte.
habe auch jemanden kennen gelernt.
c aus frankfurt, 32 jahre alt.
bin einfach ratlos.
macht aber nix.
ich stehe für einen moment regungslos da.
ein paar kleine auseinandersetzungen und zack - fährt er davon.
hat die hälfte seiner sachen hier gelassen.
egal.
bin wütend.
denke zurück an letzten freitag, da war die welt noch in ordnung.
war ich noch sorgenfrei, verhältnismäßig.
da war ich auf speed unterwegs, hatte ne ziemlich lange nacht.
war 9 uhr morgens, als ich den schlüssel ins schloss steckte.
habe auch jemanden kennen gelernt.
c aus frankfurt, 32 jahre alt.
bin einfach ratlos.
macht aber nix.
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Montag, 18. April 2016
barfuß
bin eine ruine.
bin unglaublich viele schritte zurück gegangen.
es tut weh.
es ist schlimm.
es wird vorbei gehen.
nichts ist für die ewigkeit.
bald werde ich wieder nach vorn schauen.
baby schritte.
bin unglaublich viele schritte zurück gegangen.
es tut weh.
es ist schlimm.
es wird vorbei gehen.
nichts ist für die ewigkeit.
bald werde ich wieder nach vorn schauen.
baby schritte.
Samstag, 16. April 2016
rot
ich sehe aus, als wäre ich einem schwarzen block entsprungen.
so ganz in schwarz, kapuze auf.
es regnet.
ich schiebe mich zwischen den menschen hindurch, bin in letzter zeit schmaler geworden.
ich glaube, ich habe einen ziemlich irren blick drauf.
werde angestarrt von fremden.
hetze die straße entlang, will endlich zu hause sein.
bin vollkommen k.o. von der woche.
kopf hört nicht auf sich zu drehen.
ich biege ab und betrete den supermarkt.
ich drücke mich durch die gänge, wünschte ich wäre unsichtbar.
habe vergessen, was ich hier wollte.
stehe ratlos vor den nudeln, finde die gewünschten aber nicht.
laufe weiter, fast ferngesteuert, zum bierregal.
greife mir zwei dosen.
dabei denke ich: ist schon okay, trink ich heute eh nicht ganz.
aber eigentlich weiß ich, es ist nicht unbedingt ok, schon wieder allein zu trinken.
auf dem weg zur kasse schnappe ich mir noch ein päckchen tabak.
bezahlen.
rausgehen.
irre gucken.
die leute gehen mir aus dem weg, vielleicht stink ich.
ich sehe jemanden, den ich kenne - gucke schnell weg und lege noch einen zahn zu.
bin jetzt fast angekommen, in meinen ruhigen 4 wänden.
meinen stillen 34 quadratmetern.
nur der kopf dreht noch seine runden.
immer wieder im kreis, noch eine runde und noch eine runde.
kommt einfach nicht zum ende.
hält nicht die klappe.
so viel zu erledigen, so viel zu tun.
oder doch nicht?
stattdessen wird gekifft und getrunken, bis ich nicht mehr weiß, was mein problem ist.
ach halt - das weiß ich jetzt ja schon nicht mehr.
so ganz in schwarz, kapuze auf.
es regnet.
ich schiebe mich zwischen den menschen hindurch, bin in letzter zeit schmaler geworden.
ich glaube, ich habe einen ziemlich irren blick drauf.
werde angestarrt von fremden.
hetze die straße entlang, will endlich zu hause sein.
bin vollkommen k.o. von der woche.
kopf hört nicht auf sich zu drehen.
ich biege ab und betrete den supermarkt.
ich drücke mich durch die gänge, wünschte ich wäre unsichtbar.
habe vergessen, was ich hier wollte.
stehe ratlos vor den nudeln, finde die gewünschten aber nicht.
laufe weiter, fast ferngesteuert, zum bierregal.
greife mir zwei dosen.
dabei denke ich: ist schon okay, trink ich heute eh nicht ganz.
aber eigentlich weiß ich, es ist nicht unbedingt ok, schon wieder allein zu trinken.
auf dem weg zur kasse schnappe ich mir noch ein päckchen tabak.
bezahlen.
rausgehen.
irre gucken.
die leute gehen mir aus dem weg, vielleicht stink ich.
ich sehe jemanden, den ich kenne - gucke schnell weg und lege noch einen zahn zu.
bin jetzt fast angekommen, in meinen ruhigen 4 wänden.
meinen stillen 34 quadratmetern.
nur der kopf dreht noch seine runden.
immer wieder im kreis, noch eine runde und noch eine runde.
kommt einfach nicht zum ende.
hält nicht die klappe.
so viel zu erledigen, so viel zu tun.
oder doch nicht?
stattdessen wird gekifft und getrunken, bis ich nicht mehr weiß, was mein problem ist.
ach halt - das weiß ich jetzt ja schon nicht mehr.
Donnerstag, 14. April 2016
blau
es klopft an der tür.
ich habe so eine ahnung, wer es sein könnte.
es klopft noch einmal.
langsam drehe ich mich auf meine andere seite und klettere aus meinem warmen, kuscheligen bett.
ich gehe langsam zur tür, atme einmal tief durch und öffne sie.
"hallo", höre ich. "ich habe dich lange nicht mehr gesehen, ich wollte dich mal wieder besuchen kommen."
"hallo", antworte ich schwach. "hab mir schon gedacht, dass du kommst."
ich trete einen schritt zur seite und lasse meinen gast eintreten, schließe die tür.
"kaffee?", ich warte auf eine antwort.
"zigarette. und n bier."
ich schlurfe durch die wohnung, greife mir ein bier aus meinem rucksack und suche meinen tabak.
ich öffne meine balkontür und setze mich nach draußen, es ist bereits dunkel.
"was hast du so getrieben, ganz allein?"
"ich war nicht allein", sage ich. "ich bin nie allein."
"immer gedanken, hm?"
ich nicke und nehme einen schluck bier.
"hier sieht's übrigens aus wie sau."
"weiß ich. sorry", keine kraft mehr da, um aufzuräumen, denke ich mir.
einen moment kehrt stille ein und ich drehe mir eine zigarette.
"weisst du", beginne ich aber mein gast unterbricht mich.
"wo ist denn deine freundin? wie war noch mal ihr name? irgendwas mit a."
"ana meinst du", sage ich matt, "aber sie ist keine freundin."
"ja, die mein ich."
ich seufze und zucke die schultern.
dann beginne ich meinen satz erneut: "weißt du, ich habe das gefühl, ich kenn dich gar nicht mehr."
"wie meinst n du das?"
ich überlege kurz. dann sage ich: "naja, früher wusste ich immer ziemlich genau, wann du mich besuchst. und was wir dann unternehmen können und ich wusste auch immer genau, ob du mehr lust auf n kaffee oder ne zigarette hast."
"und jetzt nicht mehr, oder wie?"
ich schüttele den kopf.
"ne, jetzt weiß ich gar nichts mehr." ich seufze noch einmal, und nehme ein paar züge meiner zigarette.
kurze stille.
"ich finde, es ist okay, manchmal nicht zu wissen, was man machen soll", sagt mein gast.
"danke", sage ich leise.
es klopft wieder an der tür.
"noch mehr besuch?", fragt mein gast.
"ich hab schon so ne idee, wer das ist", sage ich und stehe vom stuhl auf.
mit bier und zigarette in der hand schlurfe ich zur tür und mache sie auf.
"hallo", sagt mein gegenüber. "ich war nur mal kuz weg, gras holen."
ich trete bei seite und lasse den ungebetenen gast in meine wohnung.
"komm mit auf den balkon", sage ich, "ich rauche grade eine mit depression."
"hallo ana", sagt depression, "schön dich zu sehen."
"gleichfalls", sagt ana.
"ich muss umziehen", murmele ich.
ich habe so eine ahnung, wer es sein könnte.
es klopft noch einmal.
langsam drehe ich mich auf meine andere seite und klettere aus meinem warmen, kuscheligen bett.
ich gehe langsam zur tür, atme einmal tief durch und öffne sie.
"hallo", höre ich. "ich habe dich lange nicht mehr gesehen, ich wollte dich mal wieder besuchen kommen."
"hallo", antworte ich schwach. "hab mir schon gedacht, dass du kommst."
ich trete einen schritt zur seite und lasse meinen gast eintreten, schließe die tür.
"kaffee?", ich warte auf eine antwort.
"zigarette. und n bier."
ich schlurfe durch die wohnung, greife mir ein bier aus meinem rucksack und suche meinen tabak.
ich öffne meine balkontür und setze mich nach draußen, es ist bereits dunkel.
"was hast du so getrieben, ganz allein?"
"ich war nicht allein", sage ich. "ich bin nie allein."
"immer gedanken, hm?"
ich nicke und nehme einen schluck bier.
"hier sieht's übrigens aus wie sau."
"weiß ich. sorry", keine kraft mehr da, um aufzuräumen, denke ich mir.
einen moment kehrt stille ein und ich drehe mir eine zigarette.
"weisst du", beginne ich aber mein gast unterbricht mich.
"wo ist denn deine freundin? wie war noch mal ihr name? irgendwas mit a."
"ana meinst du", sage ich matt, "aber sie ist keine freundin."
"ja, die mein ich."
ich seufze und zucke die schultern.
dann beginne ich meinen satz erneut: "weißt du, ich habe das gefühl, ich kenn dich gar nicht mehr."
"wie meinst n du das?"
ich überlege kurz. dann sage ich: "naja, früher wusste ich immer ziemlich genau, wann du mich besuchst. und was wir dann unternehmen können und ich wusste auch immer genau, ob du mehr lust auf n kaffee oder ne zigarette hast."
"und jetzt nicht mehr, oder wie?"
ich schüttele den kopf.
"ne, jetzt weiß ich gar nichts mehr." ich seufze noch einmal, und nehme ein paar züge meiner zigarette.
kurze stille.
"ich finde, es ist okay, manchmal nicht zu wissen, was man machen soll", sagt mein gast.
"danke", sage ich leise.
es klopft wieder an der tür.
"noch mehr besuch?", fragt mein gast.
"ich hab schon so ne idee, wer das ist", sage ich und stehe vom stuhl auf.
mit bier und zigarette in der hand schlurfe ich zur tür und mache sie auf.
"hallo", sagt mein gegenüber. "ich war nur mal kuz weg, gras holen."
ich trete bei seite und lasse den ungebetenen gast in meine wohnung.
"komm mit auf den balkon", sage ich, "ich rauche grade eine mit depression."
"hallo ana", sagt depression, "schön dich zu sehen."
"gleichfalls", sagt ana.
"ich muss umziehen", murmele ich.
Sonntag, 10. April 2016
liebe / rausch
ein sturm zieht auf.
nach langem warten und viel regen, kann ich jetzt das donnergrollen hören.
blitze zucken und alles wird für ein paar sekunden hell.
doch in mir drin -
da brennt kein licht.
jemand hat alle kerzen ausgepustet und ich sitze im dunkeln.
sitze hier und weiß nicht weiter.
finde keine antwort, auf gar nichts.
weiß nicht mal, was die frage ist.
ich suche licht aber jemand hat es weg genommen.
also bleibt diese erdrückende dunkelheit um mich herum.
ich weiß nicht, wie lange das noch andauert.
aber ich hoffe, dass bald die sonne scheint.
ich bin erschöpft.
doch obwohl es in mir finster ist, so finster wie schon lange nicht mehr -
ist da liebe.
ein riesiger, wuselnder haufen aus liebe.
mein herz zerspringt fast.
aber ich weiß nicht wohin mit ihr.
denn all diese liebe ist nicht für mich.
sie ist für andere.
ich frage mich, wie das zusammen passt.
wie ist es möglich, dass zwischen diesen großen, furchteinflößenden schatten, auch ein bisschen glanz ist?
leider ist es nicht genug, um die dunkelheit zu vertreiben.
ein sturm zieht wohl auf.
nach langem warten und viel regen, kann ich jetzt das donnergrollen hören.
blitze zucken und alles wird für ein paar sekunden hell.
doch in mir drin -
da brennt kein licht.
jemand hat alle kerzen ausgepustet und ich sitze im dunkeln.
sitze hier und weiß nicht weiter.
finde keine antwort, auf gar nichts.
weiß nicht mal, was die frage ist.
ich suche licht aber jemand hat es weg genommen.
also bleibt diese erdrückende dunkelheit um mich herum.
ich weiß nicht, wie lange das noch andauert.
aber ich hoffe, dass bald die sonne scheint.
ich bin erschöpft.
doch obwohl es in mir finster ist, so finster wie schon lange nicht mehr -
ist da liebe.
ein riesiger, wuselnder haufen aus liebe.
mein herz zerspringt fast.
aber ich weiß nicht wohin mit ihr.
denn all diese liebe ist nicht für mich.
sie ist für andere.
ich frage mich, wie das zusammen passt.
wie ist es möglich, dass zwischen diesen großen, furchteinflößenden schatten, auch ein bisschen glanz ist?
leider ist es nicht genug, um die dunkelheit zu vertreiben.
ein sturm zieht wohl auf.
Sonntag, 3. April 2016
tabak
der aschenbecher quillt über.
ich rauche und rauche und rauche.
drehe die nächste zigarette mit meinen tollen ungebleichten, biologisch abbaubaren filtern und veganem tabak.
ich zünde mir die kippe an und nehme den ersten zug.
gedanken kreisen.
mein kopf trudelt irgendwo hinab.
ich weiß nichts mehr.
ich nehme noch einen zug.
war es richtig, frage ich mich, das alles hinter mir zu lassen?
ich flicke mit meinem daumen und asche fällt auf mein bein.
ja, es muss richtig gewesen sein.
um mich herum ist gezwitscher von den vögeln.
aber was, wenn ich nicht bereit war, denke ich und nehme noch einen zug von meiner zigarette.
ist man denn jemals bereit?
vielleicht nicht.
ich nehme einen schluck tee, er ist kalt.
die sonne ist eben untergegangen.
es wird dunkel.
das gezwitscher wird lauter.
vielleicht, denke ich, habe ich mir das alles zu einfach vorgestellt.
vielleicht war ich einfach zu naiv.
die kippe glimmt orange zwischen meinen fingern.
das ist eine schöne farbe, denke ich.
wenn es dunkel ist, wirft sie sogar einen winzig kleinen licht kegel.
habe ich erzählt, dass alles um meinen balkon herum anfängt zu blühen?
ich frage mich, ob blumen auch solche gedanken haben.
ich ziehe wieder an meiner zigarette und puste den rauch vor mir in die abendluft.
nein, blumen kümmern sich nicht, sage ich mir.
sie wünschten nicht, sie wären andersfarbig, größer oder kleiner.
sie blühen nur.
wieso kann das leben nicht leichter sein.
wieso liegt es mir so schwer auf den schultern, wenn doch eigentlich alles wie immer ist.
ich nehme erneut einen zug.
ob vögel sich wohl gedanken darüber machen, ob ihr freund schönere klänge hervor zaubert oder weiter fliegen kann?
ich flicke meinen daumen und asche fliegt hinab.
nein, sie kümmern sich nicht.
sie fliegen nur.
ich ziehe ein letztes mal und schraube mein aschenbecherglas auf.
ich lasse die zigarette hinein fallen und schraube es wieder zu.
aus.
ich rauche und rauche und rauche.
drehe die nächste zigarette mit meinen tollen ungebleichten, biologisch abbaubaren filtern und veganem tabak.
ich zünde mir die kippe an und nehme den ersten zug.
gedanken kreisen.
mein kopf trudelt irgendwo hinab.
ich weiß nichts mehr.
ich nehme noch einen zug.
war es richtig, frage ich mich, das alles hinter mir zu lassen?
ich flicke mit meinem daumen und asche fällt auf mein bein.
ja, es muss richtig gewesen sein.
um mich herum ist gezwitscher von den vögeln.
aber was, wenn ich nicht bereit war, denke ich und nehme noch einen zug von meiner zigarette.
ist man denn jemals bereit?
vielleicht nicht.
ich nehme einen schluck tee, er ist kalt.
die sonne ist eben untergegangen.
es wird dunkel.
das gezwitscher wird lauter.
vielleicht, denke ich, habe ich mir das alles zu einfach vorgestellt.
vielleicht war ich einfach zu naiv.
die kippe glimmt orange zwischen meinen fingern.
das ist eine schöne farbe, denke ich.
wenn es dunkel ist, wirft sie sogar einen winzig kleinen licht kegel.
habe ich erzählt, dass alles um meinen balkon herum anfängt zu blühen?
ich frage mich, ob blumen auch solche gedanken haben.
ich ziehe wieder an meiner zigarette und puste den rauch vor mir in die abendluft.
nein, blumen kümmern sich nicht, sage ich mir.
sie wünschten nicht, sie wären andersfarbig, größer oder kleiner.
sie blühen nur.
wieso kann das leben nicht leichter sein.
wieso liegt es mir so schwer auf den schultern, wenn doch eigentlich alles wie immer ist.
ich nehme erneut einen zug.
ob vögel sich wohl gedanken darüber machen, ob ihr freund schönere klänge hervor zaubert oder weiter fliegen kann?
ich flicke meinen daumen und asche fliegt hinab.
nein, sie kümmern sich nicht.
sie fliegen nur.
ich ziehe ein letztes mal und schraube mein aschenbecherglas auf.
ich lasse die zigarette hinein fallen und schraube es wieder zu.
aus.
nicht so easy
Meine Stimmung hält sich zur Zeit in Grenzen.
Eigentlich ist das noch untertrieben.
Melancholie.
Traurigkeit.
Frage nach dem Sinn.
Nach meinem Sinn, danach, was ich tue.
Es wird Frühling und die Sonne scheint.
In meinem Kopf heisst das: es ist bald Sommer.
Sommer heisst: kurze Hosen.
Kurze Hosen heißen: unkomfortabel.
Es ist zum verrückt werden.
Gesund werden ist eine gute Sache, und es ist wirklich toll.
Man spürt positive Energie im Körper und im Geist.
Wärme.
Und zwar genau so lange, bis etwas passiert, was einen aus der Bahn wirft.
Sei es ein Blick in den Spiegel oder die Frage, welche Hose man anzieht, weil man weiß, manche passen nicht mehr, im negativen Sinne versteht sich.
Jetzt mal ohne Scheiss, dieses Hosenproblem ist furchtbar.
Ich will nicht lügen, die anfänglichen zwei extra Kilos waren nicht mal wild, teilweise haben sie mir gefallen, weil sie an den richtigen Stellen waren.
Aber irgendwann sind es eben nicht mehr Arsch und Titten, die etwas abbekommen, sondern auch der Bauch, die Beine, das Gesicht.
Ich esse furchtbar zur Zeit, und damit meine ich nicht "wäre ich jetzt nicht in Recovery würde ich das toll finden".
Ich meine furchtbar-furchtbar.
Darunter leidet auch meine Haut merklich, Überall Pickel und Mitesser.
Und was mache ich?
Richtig.
Gar nichts.
Anstatt meinen Arsch hoch zu kriegen liege ich im Bett und esse nicht nur eine Tüte, sondern gleich zwei Tüten Chips.
Unter anderen Umständen wäre das okay, aber ich habe so viel Angst meine geliebte schwarze High-Waist Hose anzuziehen, dass ich nicht mal weiss, wo ich sie im Schrank genau vergraben habe.
Ich habe einen Tiefpunkt erreicht.
Einen wirklich tiefen Tiefpunkt.
Und ich tue mich wirklich schwer damit, mich hier zurecht zu finden.
Es ist leichter gesagt als getan, die ganze Planung mit Pilates (mit Abstand mein Lieblingssport, ungelogen) und gesunder Ernährung.
Viel leichter hingegen ist es, in alte Muster zu fallen.
Rückfälle gehören zum Leben dazu, Punkt.
Ich entscheide mich hiermit nicht für einen Rückfall.
Dennoch ist es nicht zu ertragen.
Kann ich mich einfach nicht ertragen.
Ich will aus meiner Haut.
Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag werde ich ganz bewusst einen Teil der Vergangenheit rauskramen.
Nichts erhebliches. Nichts weltbewegendes.
Ich werde quasi einfach viel trinken und Obst, Gemüse, Suppe oder Smoothies zu mir nehmen.
Wie gesagt, es ist lächerlich.
Es ist gar nichts.
Mal abgesehen von meiner panischen Hosenangst und dem bisschen Selbsthass durch den ich mich hindurch schlängel, geht's mir ganz gut.
xoxo
Anna
Eigentlich ist das noch untertrieben.
Melancholie.
Traurigkeit.
Frage nach dem Sinn.
Nach meinem Sinn, danach, was ich tue.
Es wird Frühling und die Sonne scheint.
In meinem Kopf heisst das: es ist bald Sommer.
Sommer heisst: kurze Hosen.
Kurze Hosen heißen: unkomfortabel.
Es ist zum verrückt werden.
Gesund werden ist eine gute Sache, und es ist wirklich toll.
Man spürt positive Energie im Körper und im Geist.
Wärme.
Und zwar genau so lange, bis etwas passiert, was einen aus der Bahn wirft.
Sei es ein Blick in den Spiegel oder die Frage, welche Hose man anzieht, weil man weiß, manche passen nicht mehr, im negativen Sinne versteht sich.
Jetzt mal ohne Scheiss, dieses Hosenproblem ist furchtbar.
Ich will nicht lügen, die anfänglichen zwei extra Kilos waren nicht mal wild, teilweise haben sie mir gefallen, weil sie an den richtigen Stellen waren.
Aber irgendwann sind es eben nicht mehr Arsch und Titten, die etwas abbekommen, sondern auch der Bauch, die Beine, das Gesicht.
Ich esse furchtbar zur Zeit, und damit meine ich nicht "wäre ich jetzt nicht in Recovery würde ich das toll finden".
Ich meine furchtbar-furchtbar.
Darunter leidet auch meine Haut merklich, Überall Pickel und Mitesser.
Und was mache ich?
Richtig.
Gar nichts.
Anstatt meinen Arsch hoch zu kriegen liege ich im Bett und esse nicht nur eine Tüte, sondern gleich zwei Tüten Chips.
Unter anderen Umständen wäre das okay, aber ich habe so viel Angst meine geliebte schwarze High-Waist Hose anzuziehen, dass ich nicht mal weiss, wo ich sie im Schrank genau vergraben habe.
Ich habe einen Tiefpunkt erreicht.
Einen wirklich tiefen Tiefpunkt.
Und ich tue mich wirklich schwer damit, mich hier zurecht zu finden.
Es ist leichter gesagt als getan, die ganze Planung mit Pilates (mit Abstand mein Lieblingssport, ungelogen) und gesunder Ernährung.
Viel leichter hingegen ist es, in alte Muster zu fallen.
Rückfälle gehören zum Leben dazu, Punkt.
Ich entscheide mich hiermit nicht für einen Rückfall.
Dennoch ist es nicht zu ertragen.
Kann ich mich einfach nicht ertragen.
Ich will aus meiner Haut.
Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag werde ich ganz bewusst einen Teil der Vergangenheit rauskramen.
Nichts erhebliches. Nichts weltbewegendes.
Ich werde quasi einfach viel trinken und Obst, Gemüse, Suppe oder Smoothies zu mir nehmen.
Wie gesagt, es ist lächerlich.
Es ist gar nichts.
Mal abgesehen von meiner panischen Hosenangst und dem bisschen Selbsthass durch den ich mich hindurch schlängel, geht's mir ganz gut.
xoxo
Anna
Donnerstag, 31. März 2016
rückfall
Gesundwerden ist so eine Sache. Recovery ist kein Spaziergang und das Leben bekanntlich kein Tanzverein.
Wenn du dein Höchstgewicht von vor etwas über einem Jahr erreichst, kommen doch wieder alte Gedanken.
Dabei geht es nicht mal primär um die Zahl auf der Waage, sondern eher um das Körpergefühl.
Wenn die ersten paar Kilo nicht dir, sondern einer neuen Pille zu zuschreiben sind, ist es noch blöder.
Mit meiner Umstellung auf die vegane Ernährung ging die Hoffnung einher, diese "Pillenkilos" wieder zu verlieren. Dies ist nicht ganz so passiert. 1 Kilo purzelte, 2 kamen dazu durch einen Schlemmerurlaub.
Ich bin genervt und mies drauf.
Das alles geht schon ziemlich auf den Sack, vor allem, wenn man so ein "hohes" Gewicht nicht gewohnt ist.
Das alles hat natürlich Folgen. Folgen, die mich und mein Gesundwerden negativ beeinflussen könnten.
Es ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr wichtig für mich, gut zu überlegen, welchen Weg ich gehen möchte.
Ich muss aufpassen, wofür ich mich entscheide.
Passt auf euch auf,
xoxo Anna
Wenn du dein Höchstgewicht von vor etwas über einem Jahr erreichst, kommen doch wieder alte Gedanken.
Dabei geht es nicht mal primär um die Zahl auf der Waage, sondern eher um das Körpergefühl.
Wenn die ersten paar Kilo nicht dir, sondern einer neuen Pille zu zuschreiben sind, ist es noch blöder.
Mit meiner Umstellung auf die vegane Ernährung ging die Hoffnung einher, diese "Pillenkilos" wieder zu verlieren. Dies ist nicht ganz so passiert. 1 Kilo purzelte, 2 kamen dazu durch einen Schlemmerurlaub.
Ich bin genervt und mies drauf.
Das alles geht schon ziemlich auf den Sack, vor allem, wenn man so ein "hohes" Gewicht nicht gewohnt ist.
Das alles hat natürlich Folgen. Folgen, die mich und mein Gesundwerden negativ beeinflussen könnten.
Es ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr wichtig für mich, gut zu überlegen, welchen Weg ich gehen möchte.
Ich muss aufpassen, wofür ich mich entscheide.
Passt auf euch auf,
xoxo Anna
Mittwoch, 16. März 2016
Wer bin ich?
die antwort auf diese frage sollte leicht sein. gewisser maßen ist sie das ja auch, denn ich weiß, wer ich bin. ich weiß auch wo ich bin, oder wie alt.
aber wenn ich mir die frage stelle "wer bin ich", erwarte ich etwas tiefgründigeres.
was macht mich aus zum beispiel? was mag ich gern?
naja.
eigentlich wollte ich viel schreiben, viel erzählen. aber grade vergeht mir sehr die lust darauf, weil nichts so läuft, wie es sollte.
ich schreibe scheisse.
und eigentlich habe ich vermutlich auch gar nichts zu erzählen.
aber wenn ich mir die frage stelle "wer bin ich", erwarte ich etwas tiefgründigeres.
was macht mich aus zum beispiel? was mag ich gern?
naja.
eigentlich wollte ich viel schreiben, viel erzählen. aber grade vergeht mir sehr die lust darauf, weil nichts so läuft, wie es sollte.
ich schreibe scheisse.
und eigentlich habe ich vermutlich auch gar nichts zu erzählen.
Montag, 25. Januar 2016
der essstörungshype
es wird romantisiert, das ist nichts neues.
aber seit ein paar monaten kommt da noch etwas anderes hinzu; der neue trend "ich hatte eine essstörung".
dieses "outen" stellt mich vor ein kleines dilemma. ich bin nicht in der position, zu behaupten, ob dieser mensch an einer essstörung litt oder leidet oder eben nicht. ich bin kein fan davon, leute danach zu labeln, welches gewicht oder welche statur sie haben.
dennoch, und hier wird es interessant, habe ich das gefühl, dass eben nicht alle dieser leute, die sich jetzt outen, wirklich an dieser krankheit gelitten haben oder immer noch leiden.
ich tue mich sehr schwer damit, jemandem, der eine woche lang mal eine crash diät gemacht hat, einzugestehen, dass er essgestört ist. ich bin der meinung, dass zu dieser krankheit mehr gehört, als eine woche nur suppe zu essen, weil man im urlaub ein bisschen pummelig geworden ist. meiner meinung nach gehört sehr, sehr viel mehr dazu.
natürlich gibt es viele menschen, die von der mentalität her sehr wohl in das schema essstörung passen. aber das reicht mir eben nicht. das klingt vielleicht sehr arrogant, aber es ist so.
eine essstörung zu haben ist nicht glamourös.
es ist nicht eine crash diät.
es ist nicht "ich fühl mich so fett".
es ist nicht "ich bin sauer auf mama und esse jetzt ihr essen nicht mehr".
es ist mehr.
es ist scheisse.
es macht dich kaputt.
ich verlange nicht, dass man unglaublich viele schäden vorweisen muss.
man kann es nicht mehr an zwei händen abzählen, wer seit neuestem eine essstörung im lebenslauf hat. und das bringt mich dazu im strahl zu kotzen. es ist geheuchel und aufmerksamkeitssuchend.
dieses "problem" gibt es nicht nur mit anorexie. es gibt es mit depressionen (alle wissen, wie es ist. alle waren/sind depressiv.), angststörung ("ich hab auch angst") und noch ganz vieles mehr.
und es geht mir tierisch auf den sack.
nein, ich will mich nicht über meine krankheit definieren.
ja, ich habe das recht dazu, mich darüber aufzuregen, dass jeder "mein" krankheitsbild als sein eigenes behandelt und mich natürlich "immer total versteht".
fickt euch einfach.
fickt euch und eure heuchlerei.
eure anna.
aber seit ein paar monaten kommt da noch etwas anderes hinzu; der neue trend "ich hatte eine essstörung".
dieses "outen" stellt mich vor ein kleines dilemma. ich bin nicht in der position, zu behaupten, ob dieser mensch an einer essstörung litt oder leidet oder eben nicht. ich bin kein fan davon, leute danach zu labeln, welches gewicht oder welche statur sie haben.
dennoch, und hier wird es interessant, habe ich das gefühl, dass eben nicht alle dieser leute, die sich jetzt outen, wirklich an dieser krankheit gelitten haben oder immer noch leiden.
ich tue mich sehr schwer damit, jemandem, der eine woche lang mal eine crash diät gemacht hat, einzugestehen, dass er essgestört ist. ich bin der meinung, dass zu dieser krankheit mehr gehört, als eine woche nur suppe zu essen, weil man im urlaub ein bisschen pummelig geworden ist. meiner meinung nach gehört sehr, sehr viel mehr dazu.
natürlich gibt es viele menschen, die von der mentalität her sehr wohl in das schema essstörung passen. aber das reicht mir eben nicht. das klingt vielleicht sehr arrogant, aber es ist so.
eine essstörung zu haben ist nicht glamourös.
es ist nicht eine crash diät.
es ist nicht "ich fühl mich so fett".
es ist nicht "ich bin sauer auf mama und esse jetzt ihr essen nicht mehr".
es ist mehr.
es ist scheisse.
es macht dich kaputt.
ich verlange nicht, dass man unglaublich viele schäden vorweisen muss.
man kann es nicht mehr an zwei händen abzählen, wer seit neuestem eine essstörung im lebenslauf hat. und das bringt mich dazu im strahl zu kotzen. es ist geheuchel und aufmerksamkeitssuchend.
dieses "problem" gibt es nicht nur mit anorexie. es gibt es mit depressionen (alle wissen, wie es ist. alle waren/sind depressiv.), angststörung ("ich hab auch angst") und noch ganz vieles mehr.
und es geht mir tierisch auf den sack.
nein, ich will mich nicht über meine krankheit definieren.
ja, ich habe das recht dazu, mich darüber aufzuregen, dass jeder "mein" krankheitsbild als sein eigenes behandelt und mich natürlich "immer total versteht".
fickt euch einfach.
fickt euch und eure heuchlerei.
eure anna.
Sonntag, 24. Januar 2016
die hose passt (pt.2)
neben mir steht ein eis. naja, es ist alle. aber da war mal eis drin.
ich habe mich seit dem 16. dezember nicht mehr gewogen. wenn ich also sage, dass ich keine ahnung hab, wie viel ich wiege, stimmt das. es ist etwas, dass mich manchmal ein bisschen kirre macht. es ist nicht so, dass es mich stören würde, das nicht zu wissen. ich meine, es bedeutet ja im prinzip nichts. aber man verliert eben nicht diese neugier oder manchmal eben auch diese angst.
ja angst ist etwas, das noch immer da ist. es wird vermutlich auch noch ein bisschen so bleiben. aber angst - in wie fern? es ist nicht unangenehm für mich einen halben liter eis zu essen, oder einen riesen teller mittagessen. da ist keine angst. die angst kommt später irgendwann. manchmal gar nicht, manchmal ganz doll. aber meistens nur ein kleines bisschen.
ich muss mich selber manchmal daran erinnern, worum es hier geht. es geht nicht darum, zuzunehmen oder abzunehmen. erstmal geht es darum, irgendwo eine balance zu finden.
was bedeutet balance für mich? balance ist für mich morgens eine riesige portion obst zu essen und abends bei der lieblingsserie pizza und schoki zu mampfen. klingt ziemlich chliché, aber ja.
wie bereits erwähnt, hab ich ja ein bisschen basenfastenluft geschnuppert. und ich bin totaler fan davon geworden, unmengen an obst und gemüse in mich hinein zu schaufeln. solange - und das ist der springende punkt - ich auch noch andere dinge essen "darf".
was mir sehr lange sehr viel angst gemacht hat, wenn ich über "gesund werden" nachgedacht hab, war die vorstellung, dann immer glücklich mit mir und meinem körper zu sein, nie mehr rummeckern zu dürfen, nicht mehr abnehmen zu dürfen und sich gehen lassen zu müssen.
jetzt einmal gut die ohren auf meine lieben: DAS IST BULLSHIT.
ich bin noch nicht sehr lange auf diesem "ich werd jetzt ma gesund"-trip, ich weiß. für mich war allerdings von anfang an klar, dass ich nicht dieses gewicht behalten möchte. ich habe nicht alles, was mir so über den weg gelaufen ist, in mich reingestopft, mit der entschuldigung, vernünftig essen zu wollen. ich habe auch nicht aufgehört, an mir zu meckern. und ganz ganz wichtig ist auch, dass die gedanken, also der kopf, der ja auch immer seinen senf zu allem dazu gibt, das auch weiterhin tut. und das ist auch alles okay so!
ich stehe halt manchmal vor dem spiegel, bin irgendwie unzufrieden mit meinem unteren bauch (meine hmm problemzone?) oder meinen beinen. aber es ist irgendwie einfach nicht mehr so wild. wenn ich für eine woche lang nur scheisse esse, darf ich mich eben nicht wundern. also, wenn sowas passiert, esse ich eine tafel schokolade weniger und bewege mich ein bisschen.
irgendwie ist das alles verkorkst. jahrelang kämpft man gegen all das an, und irgendwann macht es einfach klick.
wenn man mich jetzt fragen würde, was mich am meisten an mir selbst stört, müsste ich zugeben: cellulite. ja, tatsache. nicht meine kleidergröße oder so.
weiter oben hab ich kurz mein gewicht angesprochen. wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen so 65 kilo. vielleicht schockiert das manche? keine ahnung. eigentlich nicht oder?
ich habe tatsächlich pläne für meinen körper, oh ja. wie genau ich das alles anstelle, ist noch nicht raus, mal schauen. ich bin nach wie vor ein großer fan von listen, also kommt bestimmt noch eine.
bis dahin,
anna
p.s.: sorry für so viel zusammenhangslose scheisse.
Donnerstag, 21. Januar 2016
cravings / basenfasten
um das einmal vorweg zu nehmen: basenfasten macht keinen spaß. mir zumindest nicht. denn - ironischer weise - bin ich kein fan von "das darf ich nicht essen".
der ziemlich spontane einfall, kam sehr schnell an seine grenzen, als mir auffiel, dass ich im prinzip nur obst und gemüse essen darf. so weit so gut, ich mag obst und gemüse. allerdings klingt das alles in der theorie viel spaßiger, als in der praxis. denn spätestens nach dem dritten mal pilze mit soja cuisine und brokkoli, wird einem irgendwie langweilig.
heute hab ich dann einfach gesagt "nö" und mir nudeln dazu gemacht. die haben, zugegeben, ziemlich scheiße geschmeckt. aber hey, mal was anderes.
das viele obst am morgen fand ich bombe, wird auf jeden fall beibehalten. aber wenn ich dann mal bock auf müsli oder brot habe, ess ich das.
wie oben erwähnt, tu ich mich immer sehr schwer, mit "verboten", grade dann, will ich das. undebdingt.
Ich stecke jetzt schon seit gut einem monat wirklich meine energie hier rein. ins gesund werde.
es ist ok. es gibt höhen und tiefen, war klar, passt so. aber manchmal ist es auch zum kotzen.
es ist anstrengend, ja.
aber eins kann ich euch versichern, es ist niemals, auf keinen fall, so anstrengend, wie jeden tag diese scheisse mit zu machen.
also, ich weiß gar nicht, was mein feedback jetzt sein soll?
ich bin noch nicht durch, noch laaaange nicht.
tut mir leid, an alle, die hier her kommen, für den negativen shit. aber keine sorge, den wirds auch noch geben. so ist das nun mal.
aber jetzt noch einmal ganz offiziell freunde der sonne: ich will gesund werden. es reicht jetzt. ich möchte rausfinden, wer ich sein will. das neue ich kennenlernen. und das wird mit sicherheit gefüllt sein mit turbulenzen.
der ziemlich spontane einfall, kam sehr schnell an seine grenzen, als mir auffiel, dass ich im prinzip nur obst und gemüse essen darf. so weit so gut, ich mag obst und gemüse. allerdings klingt das alles in der theorie viel spaßiger, als in der praxis. denn spätestens nach dem dritten mal pilze mit soja cuisine und brokkoli, wird einem irgendwie langweilig.
heute hab ich dann einfach gesagt "nö" und mir nudeln dazu gemacht. die haben, zugegeben, ziemlich scheiße geschmeckt. aber hey, mal was anderes.
das viele obst am morgen fand ich bombe, wird auf jeden fall beibehalten. aber wenn ich dann mal bock auf müsli oder brot habe, ess ich das.
wie oben erwähnt, tu ich mich immer sehr schwer, mit "verboten", grade dann, will ich das. undebdingt.
Ich stecke jetzt schon seit gut einem monat wirklich meine energie hier rein. ins gesund werde.
es ist ok. es gibt höhen und tiefen, war klar, passt so. aber manchmal ist es auch zum kotzen.
es ist anstrengend, ja.
aber eins kann ich euch versichern, es ist niemals, auf keinen fall, so anstrengend, wie jeden tag diese scheisse mit zu machen.
also, ich weiß gar nicht, was mein feedback jetzt sein soll?
ich bin noch nicht durch, noch laaaange nicht.
tut mir leid, an alle, die hier her kommen, für den negativen shit. aber keine sorge, den wirds auch noch geben. so ist das nun mal.
aber jetzt noch einmal ganz offiziell freunde der sonne: ich will gesund werden. es reicht jetzt. ich möchte rausfinden, wer ich sein will. das neue ich kennenlernen. und das wird mit sicherheit gefüllt sein mit turbulenzen.
Mittwoch, 6. Januar 2016
die hose passt
eigentlich habe ich mir für dieses jahr, bzw. die zukunft, vorgenommen, ein anderes "ich" zu sein.
dieser eine teil von mir, der irgendwie immer in der krankheit ertrinkt, sollte weg.
klingt in der theorie so einfach, wa.
der teil soll immer noch weg. aber ich habe zur zeit wieder ein paar auseinandersetzungen mit ihm. nichts wirklich negatives. nur kleinigkeiten. aber kleinigkeiten, die mich sehr erschrecken.
wer gesund werden will, kann nicht nur eine mahlzeit am tag essen. kann nicht einfach "vergessen zu essen" oder "keinen appetit" haben. oder doch?
zugegeben, ich lag seit sylvester auch überwiegend einfach auf der faulen haut, da kommt der hunger nun einmal nicht so leicht und auch nicht so groß.
jedenfalls ist jetzt das fazit von gut einer woche kaum essen, dass eine ehemals sehr unbequeme hose, gar nicht mehr so unbequem ist. sie passt sehr gut. und darüber, werde ich nicht lügen, bin ich glücklich.
nach wie vor, möchte ich gesund werden, was auch immer das eigentlich heißt.
und nach wie vor, bin ich auf der suche nach diesem anderen "ich".
denn diese krankheit hat so viel von mir aufgefressen, dass ich nicht weiß, was übrig ist.
dieser eine teil von mir, der irgendwie immer in der krankheit ertrinkt, sollte weg.
klingt in der theorie so einfach, wa.
der teil soll immer noch weg. aber ich habe zur zeit wieder ein paar auseinandersetzungen mit ihm. nichts wirklich negatives. nur kleinigkeiten. aber kleinigkeiten, die mich sehr erschrecken.
wer gesund werden will, kann nicht nur eine mahlzeit am tag essen. kann nicht einfach "vergessen zu essen" oder "keinen appetit" haben. oder doch?
zugegeben, ich lag seit sylvester auch überwiegend einfach auf der faulen haut, da kommt der hunger nun einmal nicht so leicht und auch nicht so groß.
jedenfalls ist jetzt das fazit von gut einer woche kaum essen, dass eine ehemals sehr unbequeme hose, gar nicht mehr so unbequem ist. sie passt sehr gut. und darüber, werde ich nicht lügen, bin ich glücklich.
nach wie vor, möchte ich gesund werden, was auch immer das eigentlich heißt.
und nach wie vor, bin ich auf der suche nach diesem anderen "ich".
denn diese krankheit hat so viel von mir aufgefressen, dass ich nicht weiß, was übrig ist.
Sonntag, 3. Januar 2016
Und trotzdem bin ich nicht okay.
Es war wunderschön. Diese Wärme, Dieses Licht, dieser Lärm. Dieses schöne, warme Gefühl in meiner Magengrube war Glück. Sobald ich um Mitternacht, grade als der erste Januar begann, nach draußen getreten war, lallte mich diese wunderbar schrecklich-schöne Nacht mit ihren Mysterien und ihrer Magie ein.
Das Problem war nur, dass dieses Glück, was ich verspürte, geplant und gekauft war. Ich erhielt es in Form von zwei Pillen.
Und das Problem an diesem geplanten und gekauften Glück ist, dass es endet. Und man sich ziemlich sicher sein kann, wann dies der Fall ist.
So wachte ich also Nachmittags gegen 14 Uhr am ersten Januar auf, und lag einfach nur da. Nach ein paar Minuten stand ich auf, öffnete das Fenster, und setzte mich eingewickelt in meine Decke auf die Fensterbank, um eine Zigarette zu rauchen.
Mir ging es gut.
Den Umständen entsprechend.
Heute ist der dritte Januar. Es ist noch eine Stunde und 4 Minuten bis Mitternacht. Und jetzt ist sie da. Die Kehrseite der lieben Emma Eskulin. Seit meinem wirklich viel zu kalten Nachhauseweg ist sie da. Kein Tee, keine Schokolade, keine heisse Suppe hat sie vertrieben. Das ist okay. Es ist nur irgendwie auch echt scheisse.
Es ist nicht so, dass es mir echt scheisse geht grade.
Es ist mehr so, dass ich hart ne Fresse zieh und mit niemandem mehr reden will / kann.
Anders ausgedrückt: Es ist ein ganz normales Down nach dem Emma Konsum.
Soweit so gut. Die Sache mit diesem netten Down...ja, das ist so eine Sache.
Ich öffne die Whatsappnachrichten, nur um dann mein Handy irgendwo hin zu legen, weil es mir viel zu anstrengend ist, mit Leuten konversation zu betreiben.
Das tut mir irgendwo auch Leid für diese Menschen, weil ich Assi nicht mal sage, dass ich grade nicht in der Stimmung bin zu antworten.
Babykacke. Totale Babykacke.
Was stört mich grade eigentlich?
Eigentlich stört mich gar nichts. Ne, echt nicht.
Nur, dass die scheiss Teile scheisse drin hatten und ich deswegen jetzt, ganze zwei tage später, bedröppelt auf meiner Couch sitze.
Was lernen wir daraus Kinder?
Drogen sind ganz schön toll. Wirklich.
Aber dat, was danach kommt, is immer scheisse.
Also gilt: hör auf zu jammern oder hör auf zu schmeissen.
Das Problem war nur, dass dieses Glück, was ich verspürte, geplant und gekauft war. Ich erhielt es in Form von zwei Pillen.
Und das Problem an diesem geplanten und gekauften Glück ist, dass es endet. Und man sich ziemlich sicher sein kann, wann dies der Fall ist.
So wachte ich also Nachmittags gegen 14 Uhr am ersten Januar auf, und lag einfach nur da. Nach ein paar Minuten stand ich auf, öffnete das Fenster, und setzte mich eingewickelt in meine Decke auf die Fensterbank, um eine Zigarette zu rauchen.
Mir ging es gut.
Den Umständen entsprechend.
Heute ist der dritte Januar. Es ist noch eine Stunde und 4 Minuten bis Mitternacht. Und jetzt ist sie da. Die Kehrseite der lieben Emma Eskulin. Seit meinem wirklich viel zu kalten Nachhauseweg ist sie da. Kein Tee, keine Schokolade, keine heisse Suppe hat sie vertrieben. Das ist okay. Es ist nur irgendwie auch echt scheisse.
Es ist nicht so, dass es mir echt scheisse geht grade.
Es ist mehr so, dass ich hart ne Fresse zieh und mit niemandem mehr reden will / kann.
Anders ausgedrückt: Es ist ein ganz normales Down nach dem Emma Konsum.
Soweit so gut. Die Sache mit diesem netten Down...ja, das ist so eine Sache.
Ich öffne die Whatsappnachrichten, nur um dann mein Handy irgendwo hin zu legen, weil es mir viel zu anstrengend ist, mit Leuten konversation zu betreiben.
Das tut mir irgendwo auch Leid für diese Menschen, weil ich Assi nicht mal sage, dass ich grade nicht in der Stimmung bin zu antworten.
Babykacke. Totale Babykacke.
Was stört mich grade eigentlich?
Eigentlich stört mich gar nichts. Ne, echt nicht.
Nur, dass die scheiss Teile scheisse drin hatten und ich deswegen jetzt, ganze zwei tage später, bedröppelt auf meiner Couch sitze.
Was lernen wir daraus Kinder?
Drogen sind ganz schön toll. Wirklich.
Aber dat, was danach kommt, is immer scheisse.
Also gilt: hör auf zu jammern oder hör auf zu schmeissen.
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