Meine Stimmung hält sich zur Zeit in Grenzen.
Eigentlich ist das noch untertrieben.
Melancholie.
Traurigkeit.
Frage nach dem Sinn.
Nach meinem Sinn, danach, was ich tue.
Es wird Frühling und die Sonne scheint.
In meinem Kopf heisst das: es ist bald Sommer.
Sommer heisst: kurze Hosen.
Kurze Hosen heißen: unkomfortabel.
Es ist zum verrückt werden.
Gesund werden ist eine gute Sache, und es ist wirklich toll.
Man spürt positive Energie im Körper und im Geist.
Wärme.
Und zwar genau so lange, bis etwas passiert, was einen aus der Bahn wirft.
Sei es ein Blick in den Spiegel oder die Frage, welche Hose man anzieht, weil man weiß, manche passen nicht mehr, im negativen Sinne versteht sich.
Jetzt mal ohne Scheiss, dieses Hosenproblem ist furchtbar.
Ich will nicht lügen, die anfänglichen zwei extra Kilos waren nicht mal wild, teilweise haben sie mir gefallen, weil sie an den richtigen Stellen waren.
Aber irgendwann sind es eben nicht mehr Arsch und Titten, die etwas abbekommen, sondern auch der Bauch, die Beine, das Gesicht.
Ich esse furchtbar zur Zeit, und damit meine ich nicht "wäre ich jetzt nicht in Recovery würde ich das toll finden".
Ich meine furchtbar-furchtbar.
Darunter leidet auch meine Haut merklich, Überall Pickel und Mitesser.
Und was mache ich?
Richtig.
Gar nichts.
Anstatt meinen Arsch hoch zu kriegen liege ich im Bett und esse nicht nur eine Tüte, sondern gleich zwei Tüten Chips.
Unter anderen Umständen wäre das okay, aber ich habe so viel Angst meine geliebte schwarze High-Waist Hose anzuziehen, dass ich nicht mal weiss, wo ich sie im Schrank genau vergraben habe.
Ich habe einen Tiefpunkt erreicht.
Einen wirklich tiefen Tiefpunkt.
Und ich tue mich wirklich schwer damit, mich hier zurecht zu finden.
Es ist leichter gesagt als getan, die ganze Planung mit Pilates (mit Abstand mein Lieblingssport, ungelogen) und gesunder Ernährung.
Viel leichter hingegen ist es, in alte Muster zu fallen.
Rückfälle gehören zum Leben dazu, Punkt.
Ich entscheide mich hiermit nicht für einen Rückfall.
Dennoch ist es nicht zu ertragen.
Kann ich mich einfach nicht ertragen.
Ich will aus meiner Haut.
Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag werde ich ganz bewusst einen Teil der Vergangenheit rauskramen.
Nichts erhebliches. Nichts weltbewegendes.
Ich werde quasi einfach viel trinken und Obst, Gemüse, Suppe oder Smoothies zu mir nehmen.
Wie gesagt, es ist lächerlich.
Es ist gar nichts.
Mal abgesehen von meiner panischen Hosenangst und dem bisschen Selbsthass durch den ich mich hindurch schlängel, geht's mir ganz gut.
xoxo
Anna
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