Der 21. Dezember ist der kürzeste und damit auch der dunkelste Tag im Jahr.
Ich wünschte es wäre ein bisschen mehr wie letztes Jahr.
Ein bisschen mehr Drogen, ein bisschen mehr Alkohol, ein bisschen mehr Männer, ein bisschen mehr unberechenbar sein, ein bisschen spontaner, ein bisschen naiver und ein bisschen zugedröhnter.
Ein bisschen Glücklicher.
Exzess. Das ist das richtige Wort.
Ein bisschen mehr Exzess.
Mehr Küsse.
Mehr Liebe.
[Sa., 21.12.14., 00:36, Ich an L.]
Ich glaube ich verstehe was du meinst.
Wenn ich es richtig verstanden habe geht es mir ähnlich.
[So., 22.12.14., 11:17, L.]
Montag, 22. Dezember 2014
Jugendliebe Rote Flora / Bisschen Raven
Viele kennen sie aus den Nachrichten. Dieses heruntergekommene hamburger Gebäude, dass wohl irgendwann einmal farbig gestrichen war, jetzt aber über und über bedeckt ist mit Plakaten und Bannern. Davor ein kleines Obdachlosenlager, daneben der Florapark.
Die Rote Flora ist nicht die Neue Flora, es gibt tatsächlich Leute, die diese zwei Sachen nicht auseinanderhalten können.
Nachdem wir bezahlt haben laufen wir in den großen Raum hinein, an der einen Seite steht ein großes DJ-Pult, ein Weib steht dahinter und legt auf. Die Lichter flackern aber insgesamt ist es zu dunkel, um jemanden zu erkennen.
Wir wühlen uns durch die Menge bis wir schließlich einen freien Platz sehen und beginnen aufgeregt mit dem Stampfen. Eine kurze Zeit später kommt J.
Unser Hals wird wund von der schmutzigen Luft. Ich sehe begeistert meiner Kippe dabei zu, wie sie mit ihrem roten Glühen wundersame Figuren zaubert, während ich stampfe.
Nach einer Weile reicht J. mir etwas, erst, als ich es in die Hand nehme und es vor mein Gesicht halte, erkenne ich es. Ich grinse ihn breit an und ziehe ein paar mal tief, wenn ich ausatme wird die Rauchwolke bunt bestrahlt von den wechselnden Scheinwerfern.
Ich merke ein kleines bisschen wie meine Rezeptoren sich freuen, "Hey alter Freund", sagen sie, "lange nicht gesehen!" Und ich schließe meine Augen und lausche der Musik, dem stetigen Beat, der eigentlich viel zu laut ist, aber irgendwie genau richtig.
Ich liege im Bett. In meinen Ohren sitzt ein helles Rauschen. Ich kenne es nicht anders von solchen Abenden. Meine Füße schmerzen, zu lange ist es her mit dem Raven. Ich fühle mich wie gerädert.
J. hatte mich zwischendurch gefragt, wieso ich ihm nicht gesagt hätte, dass ich auf solche Mucke stehe. Ich habe nur mit den Schultern gezuckt und "Ich dachte, das wüsstest du", gesagt.
Es war nichtmal gelogen. Ich dachte er wüsse es.
Eigentlich habe ich meine gesamte 11. Klasse, mein letztes Schuljahr, in der Flora verbracht. Es ist billig, es ist laut, es hört niemals auf (zumindest nicht vor 6 Uhr). Und es gibt Drogen. Viele Drogen. Ich war so angetan von der Atmosphäre, dass ich fast jede Woche dort war. Nie alleine, immer wenigstens mit F.
Mit der Zeit habe ich dann meine eigenen Erfahrungen mit bestimmten Drogen gemacht. Das nahm mir zwar das Interesse an dieser vorher ungekannten Stimmung, jedoch nicht an den eigentlichen Abenden.
Zwei Tage nach meinem 17. Geburtstag war ich dort, an dem Abend/Morgen (wie man's nimmt) wurde meine Handtasche inklusive Schlüssel, Handy, Portmonaie und Bier geklaut. Tasche hab ich nach ein paar Monaten von den Ach-so-tollen-hamburger-Bullen wieder bekommen, natürlich ohne Handy, Geld oder Bier. Mein Glück war, dass ich die zwei Gramm Hasch aus dem Innenfutter genommen hatte, bevor wir losgingen. Denn, hätten die Leute, die meine Tasche hatten, es nicht gefunden, wäre es bei den Bullen gelandet. Das wäre ein interessanter Besuch geworden.
P.S.: Wem "stampfen" oder "raven" kein Begriff ist tut mir ein bisschen leid. Wie es aussieht verpasst ihr ein bisschen was.
Die Rote Flora ist nicht die Neue Flora, es gibt tatsächlich Leute, die diese zwei Sachen nicht auseinanderhalten können.
Nachdem wir bezahlt haben laufen wir in den großen Raum hinein, an der einen Seite steht ein großes DJ-Pult, ein Weib steht dahinter und legt auf. Die Lichter flackern aber insgesamt ist es zu dunkel, um jemanden zu erkennen.
Wir wühlen uns durch die Menge bis wir schließlich einen freien Platz sehen und beginnen aufgeregt mit dem Stampfen. Eine kurze Zeit später kommt J.
Unser Hals wird wund von der schmutzigen Luft. Ich sehe begeistert meiner Kippe dabei zu, wie sie mit ihrem roten Glühen wundersame Figuren zaubert, während ich stampfe.
Nach einer Weile reicht J. mir etwas, erst, als ich es in die Hand nehme und es vor mein Gesicht halte, erkenne ich es. Ich grinse ihn breit an und ziehe ein paar mal tief, wenn ich ausatme wird die Rauchwolke bunt bestrahlt von den wechselnden Scheinwerfern.
Ich merke ein kleines bisschen wie meine Rezeptoren sich freuen, "Hey alter Freund", sagen sie, "lange nicht gesehen!" Und ich schließe meine Augen und lausche der Musik, dem stetigen Beat, der eigentlich viel zu laut ist, aber irgendwie genau richtig.
Ich liege im Bett. In meinen Ohren sitzt ein helles Rauschen. Ich kenne es nicht anders von solchen Abenden. Meine Füße schmerzen, zu lange ist es her mit dem Raven. Ich fühle mich wie gerädert.
J. hatte mich zwischendurch gefragt, wieso ich ihm nicht gesagt hätte, dass ich auf solche Mucke stehe. Ich habe nur mit den Schultern gezuckt und "Ich dachte, das wüsstest du", gesagt.
Es war nichtmal gelogen. Ich dachte er wüsse es.
Eigentlich habe ich meine gesamte 11. Klasse, mein letztes Schuljahr, in der Flora verbracht. Es ist billig, es ist laut, es hört niemals auf (zumindest nicht vor 6 Uhr). Und es gibt Drogen. Viele Drogen. Ich war so angetan von der Atmosphäre, dass ich fast jede Woche dort war. Nie alleine, immer wenigstens mit F.
Mit der Zeit habe ich dann meine eigenen Erfahrungen mit bestimmten Drogen gemacht. Das nahm mir zwar das Interesse an dieser vorher ungekannten Stimmung, jedoch nicht an den eigentlichen Abenden.
Zwei Tage nach meinem 17. Geburtstag war ich dort, an dem Abend/Morgen (wie man's nimmt) wurde meine Handtasche inklusive Schlüssel, Handy, Portmonaie und Bier geklaut. Tasche hab ich nach ein paar Monaten von den Ach-so-tollen-hamburger-Bullen wieder bekommen, natürlich ohne Handy, Geld oder Bier. Mein Glück war, dass ich die zwei Gramm Hasch aus dem Innenfutter genommen hatte, bevor wir losgingen. Denn, hätten die Leute, die meine Tasche hatten, es nicht gefunden, wäre es bei den Bullen gelandet. Das wäre ein interessanter Besuch geworden.
P.S.: Wem "stampfen" oder "raven" kein Begriff ist tut mir ein bisschen leid. Wie es aussieht verpasst ihr ein bisschen was.
Abonnieren
Kommentare (Atom)