es gibt dunkle tage.
wirklich sehr dunkle tage.
du weißt nicht, wo oben und unten ist.
du weißt nicht, ob du es überhaupt wissen willst.
es gibt tage, da willst du nur weg.
dich verstecken, untertauchen, abhauen.
es gibt tage, da erkennst du dich selbst nicht wieder.
es gibt tage, an denen gehst du hundert schritte rückwärts. wirfst jeden fortschritt über bord.
es gibt tage, da hast du angst dir all das einzugstehen.
denn wenn du es dir eingestehst, musst du dich damit auseinandersetzen.
dich vor dir selbst rechtfertigen.
musst du vielleicht gegen steuern.
und es gibt tage, da willst du nicht gegen steuern.
es gibt tage, da springst du als erster ins kalte becken im freibad.
und es gibt tage, da springst du zurück in deinen eigenen ozean aus finsteren gedanken.
und während du inmitten der finsternis bist, unter der wasseroberfläche, hälst du die luft an und schließt die augen.
du fühlst dich schwerelos in deiner eigenen kleinen welt, die von chaos regiert wird.
dann irgendwann tauchst du auf, nimmst einen tiefen atemzug, und drehst noch ein paar runden in deiner traurigkeit und deinem schmerz.
du lauschst deinen gedanken und entdeckst unter ihnen ein paar lichter.
und nach und nach schwimmst du näher ans ufer, bis du schließlich ans festland gehst.
dort ist vielleicht nicht alles besser.
aber du wirst nie wissen, auf welcher seite das grass grüner ist, wenn du es dir nicht ansiehst.
es wird dunkle tage geben.
immer.
für jeden.
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