Montag, 12. September 2016

Atemnot

ich falle immer tiefer, bin wie gelähmt. mein gesicht ist leer, meine augen glanzlos, ich bin still.
was soll man nur sagen, wenn man nicht sprechen kann.
ich habe das gefühl, ich könnte nichts tun, keinen laut von mir geben, keine bewegung machen, nicht mal weg rennen könnte ich.
und wenn doch - wohin würde ich rennen?
es gibt nichts, keinen ort mehr für mich.
ich bin allein in einem fremden umfeld ohne selbstständigkeit, kann mit niemandem hier reden, nichts ist geschützt weil nichts meins ist.
ich fühle mich zurück gelassen, allein, nicht gewollt.
nicht geliebt.
soll ich gehen, das würde ich am liebsten fragen, aber meine stimme gibt es wohl nicht mehr.
das hier könnte das ende sein von dem 'wir'.
ich kann nicht mehr.
hilfe, wo ist die pausentaste?
ich bin durch mit meinen nerven, mein körper zahlt es mir heim. lässt mich zwei mal zusammen klappen wegen eines kreislaufkollabs und meine innereien auskotzen bis ich keine luft mehr bekomme.
ich weiß nicht, ob ich überhaupt wirklich geschlafen habe letzte nacht.
meine augen jedenfalls sind immer noch geschwollen von all den tränen, die du scheinbar nicht verstehst.
du siehst sie nicht, die liebe.
du bist blind vor angst.
ich habe keine kraft mehr, keine kraft.
ich brauche diesen rückhalt, zu wissen, dass meine sichere existenz aufzugeben und quer durch deutschland zu ziehen nicht umsonst war.
ich brauche liebe.