Dienstag, 17. Februar 2015

Gibst du Opi Opium, bringt Opium Opi um.

Es ist ein Kalendergewitter. Die Tage ziehen an mir vorbei und die Monate mit ihnen. Mal schleichen sie leise, mal rasen sie und sind dabei nicht zu bändigen.

Heute hat mein Vater Geburtstag. Ich weiss nicht mehr, wann ich seinen Geburtstag das letzt mal mit ihm verbracht habe. Letztes Jahr? Ich glaube nicht. Das davor? Sicher nicht. Davor? Wer weiss. Ist es wichtig? Sind sie wichtig, die Geburtstage?
"Erwachsenenleute" - so nennt T. die Über-20-jährigen. Die Geburtstage der "Erwachsenenleute" scheinen mit jedem Jahr unwichtiger zu werden. Bis auf einmal wieder Einladungen verschickt werden, und Menschen zu Feiern gehen, wo der eigentliche Sinn darin besteht, zu sehen ob "das Geburtstagskind" tatsächlich noch ein Jahr älter geworden ist. Sehnsüchtig sieht sich der ein oder andere schon in Besitz des teuren Geschirrs oder anderem Kram - und vermutlich würden sie nicht mal warten, bis die Leiche ihres "geliebten Freundes / Familienmitglieds kalt wäre.
Woran liegt das? Wieso?
Ich mag meinen Geburtstag auch nicht. Alle sind so nett zu einem - geradezu heuchlerisch - und man weiss nie wirklich was man sagen soll. Aber ich bin noch keine 40+ Frau, die ihr Alter lieber nicht auf einer Geburtstagskarte sehen möchte. 

Ich schweife ab.

Kennt ihr Tinkerbell? Oder Tinkabell? Jedenfalls diese kleine Fee im grünen kleidchen, Peter Pans Freundin.
Ich habe eine Bekannte, die ihre Statur hat - und eine Essstörung.
Wieso findet sie Tinkerbell schön, aber sich selbst nicht schön genug?
Ich für meinen Teil fand Tinkerbell nie schön. Ich war immer mehr fasziniert von Peter Pan. Nicht, dass ich Tinkerbell hässlich oder langweilig gefunden hätte, sie war einfach nicht so interessant.
Aber Peter Pan ... Der war interessant. Er besaß eine solch große Überzeugungskraft.
Doch wenn man älter wird, sieht man Peter Pan anders. Und die Geschichte mit den Kindern, die nicht erwachsen wurden - Peter Pan war ein Engel, der die Geister der toten Kinder mit in den Himmel nahm.

Es ist doch seltsam, dass wir auf einmal wieder Kind sein wollen, obwohl wir inzwischen wissen, das viele Sachen gar nicht so sind, wie wir sie damals erfahren haben.
Wie willst du als Kind Weihnachten feiern, wenn du nicht an den Weihnachtsmann glaubst? Wieso tust du deine Milchzähne unters Kopfkissen, obwohl du denkst, dass es die Zahnfee nicht gibt?

Wieso bin ich "nicht krank", obwohl ich weiss, dass ich es bin?

Sonntag, 15. Februar 2015

Bauchschmerzen

Ich kann nichts im Magen behalten. Bauchkrämpfe. Mir wird heiss und kalt. Ich habe das Gefühl, dass mein Körper unter Strom steht.

Mein schal stinkt. Er riecht sauer, ich werde den Geruch nicht aus meiner Nase. Es ist der Geruch von Kotze. War unlustig gestern.

Neueste Errungenschaft: Laktoseintoleranz. Juhu.

Montag, 2. Februar 2015

Flügelschlag | Zahlen

Es ist kaum zu glauben, wie Kleinigkeiten einen Tag beeinflussen.
Ich liege im Bett, mein Magen knurrt. Selbst wenn ich wollte, wir haben nichts zu essen im Haus.
Ich bin fertig. Ich will einfach nur noch schlafen. So viel, wie mein Körper braucht. Schlaf kann er schließlich in Massen von mir bekommen!
Während ich diese paar Wörter auf meinem Handy tippe, fallen mir die Augen immer wieder zu.

Meine Gedanken schweifen ab; ich Frage ich, was morgen wohl für eine Zahl dort steht? Höher? Niedriger? Oh bitte lass sie niedriger sein!
Es ist anstrengend, wenn es jeden Tag in deinem Leben um Essen geht. Zu viel, zu wenig, wie viel überhaupt?
Die zahlen, ja die halten alles ein bisschen im Rahmen - wieviel kcal, wie viel fett, wie viel Kohlenhydrate? Wie viele Minuten war ich heute in Bewegung? 60, 120 oder mehr als 200?

Es ist anstrengend.
Es wird romantiesiert.
Und das nervt.
Es ist einfach anstrengend, nicht tragisch oder "romantisch".

Ich mache jetzt meine Augen zu und gehe zu Alice, sie erwartet mich bereits, Hutmacher und Kaninchen sind mit von der Partie.
Reingehauen.

P.S.: der riesige weisse Fleck ist mein Brustkorb, nicht mein tittchen.