Donnerstag, 7. August 2014

Was zur Hölle...

Mich nervt das alles nur noch an. Ich will einfach meine Sachen packen und woanders hin.
Diese dauerhafte innere Agression ist so anstrengend...
da denkt man, man liebt die Person, mit der man die Wohnung teilt, sogar das Bett teilt, und dann verspürt man immer öfter den Drang ihr einen gewaltigen Schlag in die Fresse zu verpassen. Wie funktioniert das? Liebe in einem und sowas wie Hass im anderen Moment.
Und als dann heute auch noch ein Brief von seiner Mama hereinflatterte, hab ich mich irgendwie verarscht gefühlt. Wie kann ein 20-jähriger Mensch so viel darauf geben, was seine Mutter denkt?! Wie kann dieser Mensch aber noch während er mir sagt, dass wir drüber reden sollten, im gleichen Atemzug den verfickten PC anmachen, nur um sich für 3 verschissene Stunden davor zu pflanzen und zu zocken? Dazu kommt, dass auf dem zweiten Bildschirm ein Stream von einem anderen Zocker läuft, das heißt: er schaut sich an, wie andere zocken während er zockt.
Wie um alles in der Welt bin ich hier herein gerutscht?
Oder, was eigentlich die bessere Frage wäre: wieso bin ich, nach 6 Monaten (wobei die letzten zwei Monate echt verfickt scheisse waren) immer noch hier sein? Und obwohl ich so wenig Zuwendung erfahre, der Meinung sein, er wäre ein wichtiger Teil von mir?!
Ich verstehe es nicht. Nein, ich verstehe mich selbst mich.

Sonntag, 3. August 2014

Geburtstagsdingens und "Ich will mein Gewicht nicht hören, Fotze!"

Gestern war der Geburtstag von meinem Mitbewohner (naja..Freund) und seine Familie war zu Besuch.
Witzig ist, dass ich, kurz bevor sie ankamen, eine Waage gekauft habe.
Nicht so witzig ist, dass sie spricht. Das heißt: ich kriege jedesmal zu hören wie viel ich tatsächlich wiege.
Heute waren es riesige 70,7 kg.

Ich halte das Glas unter den Wasserhahn und schaue zu, wie kaltes Wasser hinein fließt. Mit einer Hand hole ich die Tabletten aus dem Schrank, mit der anderen drücke ich sie aus der Verpackung und lege sie mir einzeln auf die Zunge. Jedesmal einen großen Schluck Wasser hinterher, bis nur noch die Hälfte der Flüssigkeit im Glas ist. Die schütte ich hinterher und bin durch mit meiner üblichen Aktion.
An den meisten Tagen schlucke ich alles, bevor ich frühstücke. Manchmal vergesse ich auch die ein oder andere Tablette aber die Koffeintabletten vergesse ich nie, sind ja auch die wichtigsten.
Ich weiß nicht, wie es ist, freien Zugang zu einer Waage zu haben. Seit ich klein war, wollte meine Mutter keine im Haus haben, sie fand es unwichtig, zu wissen wie viel man wiegt. Na wenn sie wüsste.  Jetzt hab ich meine eigene, und würde das Ding nicht jedesmal sprechen, wenn ich mich draufstelle, könnte ich mich so oft wiegen, wie ich will (Übrigens spricht sie wirklich - sie sagt immer laut und deutlich das, was auf der Anzeige steht. Würde sie wenigstens nuscheln...).
Ich weiß nicht, was jetzt die kommende Woche über so los sein wird.
Ich hoffe ein bisschen Minus.
xx