Mich nervt das alles nur noch an. Ich will einfach meine Sachen packen und woanders hin.
Diese dauerhafte innere Agression ist so anstrengend...
da denkt man, man liebt die Person, mit der man die Wohnung teilt, sogar das Bett teilt, und dann verspürt man immer öfter den Drang ihr einen gewaltigen Schlag in die Fresse zu verpassen. Wie funktioniert das? Liebe in einem und sowas wie Hass im anderen Moment.
Und als dann heute auch noch ein Brief von seiner Mama hereinflatterte, hab ich mich irgendwie verarscht gefühlt. Wie kann ein 20-jähriger Mensch so viel darauf geben, was seine Mutter denkt?! Wie kann dieser Mensch aber noch während er mir sagt, dass wir drüber reden sollten, im gleichen Atemzug den verfickten PC anmachen, nur um sich für 3 verschissene Stunden davor zu pflanzen und zu zocken? Dazu kommt, dass auf dem zweiten Bildschirm ein Stream von einem anderen Zocker läuft, das heißt: er schaut sich an, wie andere zocken während er zockt.
Wie um alles in der Welt bin ich hier herein gerutscht?
Oder, was eigentlich die bessere Frage wäre: wieso bin ich, nach 6 Monaten (wobei die letzten zwei Monate echt verfickt scheisse waren) immer noch hier sein? Und obwohl ich so wenig Zuwendung erfahre, der Meinung sein, er wäre ein wichtiger Teil von mir?!
Ich verstehe es nicht. Nein, ich verstehe mich selbst mich.
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