was auch immer grade passiert - es gefällt mir gar nicht.
ich rutsche mir selbst durch die finger, langsam aber stetig.
viele fragen ohne antwort.
wer ich bin, sein will oder was mich ausmacht.
was mich antreibt, wo ich stehe, wohin ich will, was ich hier tu.
heimat? zuhause? beides nicht so wirklich.
immer deine stadt gewesen, geblieben.
es fühlt sich an, wie mit ablaufdatum.
ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.
ich weiß nicht, was du denkst.
du sagst "keine drei jahre mehr so, das pack ich nicht".
aber es gibt keine alternative. dafür gibst du mir die schuld.
ich habe das problem kreiert. habe dafür gesorgt, dass wir dort stehen.
rechtfertigungen, leugnungen, beteuerungen haben inzwischen ausgedient.
du bist nicht von deinen meinungen abzubringen.
wenn du sagst, dein gefühl erzähle dir xy - und wenn ich es abstreite, ist deine antwort "mein gefühl liegt fast immer richtig. es täuscht sich fast nie".
ich appeliere an deine restlichen gefühle - denen mir gegenüber - und flehe dich an, diesem kleinen "fast" eine chance zu geben.
aber du findest, dass du zu viele chancen gegeben hast, zu oft.
du zeredest unsere zukunft mit leichtigkeit und ignoranz.
wie viel liebe steckt da eigentlich noch drin.
überhaupt welche?
es ist ein ewiger kreislauf. liebe unseres lebens - keine zukunft - liebe unseres lebens - keine zukunft.
es macht mich kaputt, diese nervenaufreibenden momente des nahenden verlusts. wenn du luft holst und zum nächsten satz ansetzt, schnürt sich mir die kehle zu und mein herz wiegt unendlich schwer in meiner brust.
ich ertrage den gedanken, du seist fort, nicht. und doch gab es bereits eine handvoll momente, wo vermutlich mein würdeloses ertrinken in meinen eigenen tränen alles war, was dich abgehalten hat.
vielleicht nicht alles, nicht bloß das. vielleicht war es ja auch liebe, irgendwo in dir, ein funke.
in meinem kopf überlege ich die nächsten schritte. falls da mal keine liebe sein wird und du dich nicht abhalten lässt, mich vor die tür zu setzen.
ich will nicht hier bleiben, aber ich muss. 500km zurück "nach hause" ist keine option.
aber ohne dich hier, in deiner stadt - nein.
mich lässt der wunsch nicht los, die zeit ein wenig zurück zu drehen.
am liebsten würde ich nicht existieren.
du arschloch, warum lieb' ich dich nur so sehr.