neben mir steht ein eis. naja, es ist alle. aber da war mal eis drin.
ich habe mich seit dem 16. dezember nicht mehr gewogen. wenn ich also sage, dass ich keine ahnung hab, wie viel ich wiege, stimmt das. es ist etwas, dass mich manchmal ein bisschen kirre macht. es ist nicht so, dass es mich stören würde, das nicht zu wissen. ich meine, es bedeutet ja im prinzip nichts. aber man verliert eben nicht diese neugier oder manchmal eben auch diese angst.
ja angst ist etwas, das noch immer da ist. es wird vermutlich auch noch ein bisschen so bleiben. aber angst - in wie fern? es ist nicht unangenehm für mich einen halben liter eis zu essen, oder einen riesen teller mittagessen. da ist keine angst. die angst kommt später irgendwann. manchmal gar nicht, manchmal ganz doll. aber meistens nur ein kleines bisschen.
ich muss mich selber manchmal daran erinnern, worum es hier geht. es geht nicht darum, zuzunehmen oder abzunehmen. erstmal geht es darum, irgendwo eine balance zu finden.
was bedeutet balance für mich? balance ist für mich morgens eine riesige portion obst zu essen und abends bei der lieblingsserie pizza und schoki zu mampfen. klingt ziemlich chliché, aber ja.
wie bereits erwähnt, hab ich ja ein bisschen basenfastenluft geschnuppert. und ich bin totaler fan davon geworden, unmengen an obst und gemüse in mich hinein zu schaufeln. solange - und das ist der springende punkt - ich auch noch andere dinge essen "darf".
was mir sehr lange sehr viel angst gemacht hat, wenn ich über "gesund werden" nachgedacht hab, war die vorstellung, dann immer glücklich mit mir und meinem körper zu sein, nie mehr rummeckern zu dürfen, nicht mehr abnehmen zu dürfen und sich gehen lassen zu müssen.
jetzt einmal gut die ohren auf meine lieben: DAS IST BULLSHIT.
ich bin noch nicht sehr lange auf diesem "ich werd jetzt ma gesund"-trip, ich weiß. für mich war allerdings von anfang an klar, dass ich nicht dieses gewicht behalten möchte. ich habe nicht alles, was mir so über den weg gelaufen ist, in mich reingestopft, mit der entschuldigung, vernünftig essen zu wollen. ich habe auch nicht aufgehört, an mir zu meckern. und ganz ganz wichtig ist auch, dass die gedanken, also der kopf, der ja auch immer seinen senf zu allem dazu gibt, das auch weiterhin tut. und das ist auch alles okay so!
ich stehe halt manchmal vor dem spiegel, bin irgendwie unzufrieden mit meinem unteren bauch (meine hmm problemzone?) oder meinen beinen. aber es ist irgendwie einfach nicht mehr so wild. wenn ich für eine woche lang nur scheisse esse, darf ich mich eben nicht wundern. also, wenn sowas passiert, esse ich eine tafel schokolade weniger und bewege mich ein bisschen.
irgendwie ist das alles verkorkst. jahrelang kämpft man gegen all das an, und irgendwann macht es einfach klick.
wenn man mich jetzt fragen würde, was mich am meisten an mir selbst stört, müsste ich zugeben: cellulite. ja, tatsache. nicht meine kleidergröße oder so.
weiter oben hab ich kurz mein gewicht angesprochen. wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen so 65 kilo. vielleicht schockiert das manche? keine ahnung. eigentlich nicht oder?
ich habe tatsächlich pläne für meinen körper, oh ja. wie genau ich das alles anstelle, ist noch nicht raus, mal schauen. ich bin nach wie vor ein großer fan von listen, also kommt bestimmt noch eine.
bis dahin,
anna
p.s.: sorry für so viel zusammenhangslose scheisse.
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