ich bekomme angst, wenn ich daran denke.
diese strahlende unschuld, das verletzbare, das von grund auf gute, die liebevolle zärtlichkeit gegenüber allem.
sie sind so schutzbedürftig.
sie haben nichts und gleichzeitig alles.
nur hier ist alles so kaputt,
wie kann mein herz es dann ertragen, etwas so pures in diese grausamkeit zu holen.
es in die dunkle welt zu ziehen, es an die hand zu nehmen und mit verbundenen augen in das chaos zu springen. in die sucht hinein zu zerren. die trauer. die schmerzende wahrheit der liebe.
wie soll das gehen, frage ich mich.
und doch - in deinen augen regt sich etwas bei dem gedanken, unser chaos zu vermehren.
sie funkeln. freudig gespannt, verwirrt, unsicher strahlen sie mich kurz an.
dann räumst du schnell alles auf und steckst es in die dunklen schubladen zurück.
ein kurzer moment von wahrheit überkam dich.
dann hat dein verstand dich angebrüllt und du hast ihn gewinnen lassen.
und natürlich mache ich es genauso, weil ich weiss, dass dein und mein verstand recht haben
aber auch ich habe kurze momente der wahrheit, wo mich freude, liebe und spannung packt.
bevor ich dich wieder anblicke - in die schönsten augen, die ich kenne - und mir eingestehe, dass wir so etwas noch nicht wollen, nicht wirklich jeden falls.
dafür gibt es noch zu viel zu erledigen, zu viel zu entdecken, zu viel scheisse zu bauen, zu viel spaß zu haben.
und zu viel zu reparieren an uns beiden als individuen.
ich hab eigentlich viel zu erzählen, mir spuken nur grade viele andere sachen im kopf herum.
mir geht es unverändert.
die sucht ist hier.
sie geht nicht.
ich merks immer stärker.
ich halte durch aber gebe nach.
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