natürlich hatte ich recht.
natürlich würde er sich beschweren, über die art wie ich mein leben lebe.
über die prioritäten, die ich mir setze. über die ziele, die ich habe oder nicht habe.
die liste könnte endlos weiter geführt werden, ich könnte euch vermutlich stundenlang damit entertainen, was meinem vater an mir missfällt.
doch ich werde dies nicht tun, da mir bessere dinge einfallen um jemanden zu entertainen und weil ich inzwischen weiß, wie ich mit meinem vater umzugehen habe - nämlich selten bis gar nicht, damit alles rosig läuft.
schon vorher war es selten einfach mit meinem vater, aber in den letzten drei jahren war es ein nervenaufreibender kampf - bis ich irgendwann keine lust mehr hatte auf dieses...was auch immer.
wir stritten viel, dann sprachen wir nicht mehr, dann stritten wir wieder viel, dann habe ich den kontakt abgebrochen.
was mein vater in der vergangenheit getan hat, wie er gehandelt hat, fühlt sich an wie verrat und dieses gefühl werde ich auch nie los werden.
ich bin aber nicht mehr traurig, oder entsetzt, oder schokiert.
ich bin nicht mal mehr wütend.
ich habe mich damit abgefunden, es verarbeiten können.
ich habe ihm gesagt, dass ich quer durchs land ziehen werde, weg.
die lange nachricht, die ich ein paar tage später von ihm erhielt, habe ich noch nicht beantwortet.
und ich weiß nicht, ob ich es tue.
mein vater hat eine bedeutung für mich.
als mensch.
er ist nicht mein papa, er ist nicht mein go-to-guy, er ist nicht mein held, ich frage ihn nicht um rat, ich bespreche mit ihm keine lebenspläne oder entscheidungen.
das ist für mich der aller beste weg.
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