Ich hörre ein leises Summen. Mein Handy? Zwei neue Nachrichten von G.
Ich starre nach oben, an die weiße Decke, und versuche an nichts zu denken. Das ist gar nicht so leicht. Ungefähr so, wie "Denken sie nicht an einen rosa Elefanten!".
Gestern habe ich mich mit meiner Mama getroffen, das erste was sie gesagt hat, als ich vor ihr stand, war: du siehst traurig aus. Dann: du siehst dünn aus.
Es war okay. Wir haben gelacht, Wein getrunken, und viel geredet. Es war nett.
Ich weiß nur leider jetzt nicht so richtig was mit mir anzufangen.
Zur Zeit ist alles...so lala. Es ist okay. Ich hänge auf der 66 fest, aber es stört mich nicht so sehr, wie es sonst tut. Meine Röntgenbilder haben keinen Aufschluss darüber gegeben, woher die Rückenschmerzen kommen. Ich bin wohl ein medizinisches Wunder, das ist der neueste Stand.
Ich gucke ganz viel O.C. California, keine Ahnung warum. G. ist wieder abgereist. Es war schön, ich hab geweint.
Die bestes aller Nachrichten habe ich heute bekommen. Etwas, womit ich nicht mehr gerechnet habe.
Ich weiß nicht, ob ich euch jemals von diesem Jungen erzählt habe, ich nenn ihn mal liebevoll Benzko. Wir haben uns seit fast 2 Jahren nicht mehr gesehen. Wir waren verliebt, wir waren dauer-stoned, wir sind Klippen runtergesprungen bei Wasserfällen, wir lagen Stundenlang im Park oder saßen in diesem Imbissdingens, weil das so ziemlich der einzige Ort mit Klimaanlage war, während draußen 35 Grad wahren. Sein Spanisch war furchtbar, ich war sein Rettungsanker was das angeht. Und er war meiner, was alles andere angeht.
Aber, weil alles Schöne irgendwann mal endet... wir sind uns lange aus dem Weg gegangen. Zugegeben, das ist nicht so schwer, wenn man im Heimatland mehr als 300 Kilometer auseinander wohnt. Wir habens halt ziemlich verkackt. Bis dahin, bis zu dieser einen Abend, wo es echt bergab ging, waren wir die chaotischsten Trottel der Welt.
Nicht viel mit Liebe, nicht viel mit Gefühlen. Wir waren frei.
Benzko kommt in meine Stadt. Ich freue mich unglaublich ihn wiederzusehen. Und, ihr könnt mir glauben, alles ganz ohne Liebe oder so. Benzko war mein bester Freund. Das stand immer an erster Stelle.
Zugegeben, ich klinge grade vermutlich wie ein verliebtes Mädchen in der Pubertät, aber nö. Kannste knicken!
Benzko und ich werden das Rocken!
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