Mittwoch, 28. Januar 2015

Kopfgewitter

Ich soll zu Ts Geburtstag kommen. Es ist schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen. Ich will dahin. Aber zu der Zeit bin ich grade bei G. Ich müsste früher weg, damit ich den Geburtstag noch schaffen könnte.

Zuhause stapeln sich die Umzugskartons, jetzt wird es langsam ernst.
Alles geht mir grade n bisschen aufn Sack. Wieso kann ich nicht wie andere sein? Warum muss ich immer an allen rummeckern? Das macht es doch auch nicht besser.
Wieso kann ich nicht normal sein?
Gibt es einen Grund, warum ich diese Scheisse mit mir rumschleppen muss? Ich bin unzufrieden, so gut wie immer. Ich will mein Gewicht auf XY bringen, aber wenn es auf XY ist, reicht mir das nicht. Es wird nie reichen. Es wird nie genug sein.
"Hol dir Hilfe" sagen sie. Wieso können die mir denn nicht helfen? Niemand begreift es. Nur weil ich esse, heisst es nicht, dass ich gesund bin. Oder dass ich genug esse. Nur weil ich letzte Woche schwimmen war, es über mich bringen konnte im bikini rumzulaufen, wo jeder alles sehen kann, wo jeder sieht, dass ich ein riesiges Desaster auf zwei Beinchen bin, heisst es noch lange nicht, dass ich gesund bin.

So wie ich das sehe, hat man zwei Optionen; Option a) man lebt mit seiner Krankheit und sich selbst, Option b) man stirbt daran.
Ich bin nicht bereit aufzugeben, ich bin nicht bereit zu sterben.

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