Donnerstag, 13. November 2014

Überfordert, Kopf ist aus, Leben und leben lassen

Ich habe noch 20 Minuten um meine Sachen zu packen, mir eine Kippe zu drehen und mich aufs Fahrrad zu schwingen.
Noch 15 Minuten.
Als ich an der ersten Kreuzung stehe sind es nicht mal mehr 10.
Ich hasse es zu spät zu kommen, trotzdem passiert das immer wieder.
In Stresssituationen schaltet mein Kopf einfach auf Error und ich kann nichts mehr machen als hysterisch hin und her zu laufen oder sogar anfangen zu weinen (wie auch heute. nur weil ich zu wenig Zeit hatte.).
Zeitmanagment ist das Wort, was mir da jedes Mal in den Sinn kommt. Sowas besitze ich nicht. Jedenfalls nicht bei spontanen Angelegenheiten. Bei regelmäßigen Zeiten, wie beispielsweise früher Schule, klappt das (eigentlich) immer.

Ich hasse den November. Jedes Jahr um diese Zeit belagern mich meine Verwandten, was ich mir den zum Geburtstag und zu Weihnachten wünsche (beides folgt leider sehr dicht aufeinander) und ich habe nie auch nur die geringste Ahnung. Dieses Jahr werde ich 18., da erwarten alle besondere Wünsche. Wieso können sie mich nicht überraschen? "Dafür kennen die dich zu wenig", sagt Mama. "Ja, und wessen Schuld ist das?". Im Prinzip brauchen sie sich nicht zu beschweren, dass sie so wenig von mir hören. Anrufen kann jeder, sie müssen ja nicht gleich herkommen.

Ich surfe auf der roten Welle. Bei mir heißt das: Mein Körper will Zucker ohne Ende. Super.

Heute war ich mal wieder in einem Fittnessstudio. Ich tue es jedes Mal wieder, obwohl ich weiß, dass ich die netten Leute vom Probetraining nicht wieder sehen werde, es ist einfach nicht mein Ding. Aber am schlimmsten finde ich, wenn man sagen muss, was die eigenen Ziele sind. Ich habe mich heute wirklich mal getraut und "Gewicht verlieren" hingeschrieben. Nur kam hinterher die Frage "Wie viel willst du denn verlieren?" - Tja, und nun? Sag ich jetzt "Ach so 20 Kilo wären ja schon schön" oder bleibe ich lieber bei vernünftigen Zielen? Also sag ich 10. Bisschen weniger, Idealgewicht zurück kriegen vielleicht auch wenn das natürlich nicht das Idealgewicht ist, das wären 7kg. Klingt gut, dachte ich, hab ich dann auch gesagt. Aber bis ich soweit war, eine Antwort zu geben, fand original diese Diskussion in meinem Kopf statt, nur in Schnelldurchlauf, ich kenn die ja schon in und auswendig.
Und auch nach diesem Training musste ich feststellen, dass ich nicht so ganz begeistert bin. Ein Konzept, was nur Krafttraining beinhaltet? Schön und gut, aber wo ist die Cardio-Ecke? Nächste Woche bin ich wieder da, bis dahin muss ich mich entschieden haben.

Ich muss wirklich meine Fingernägel schneiden, ich bin mir sicher, damit kann ich Leuten die Augen ausstechen.

G. ist wieder abgereist, leider und endlich. Leider, weil ich jetzt wieder alleine im Bett liege, und endlich, weil alles ein bisschen ordentlich ist, ohne ihn. Er ist ein wandelndes Chaos, auch wenn er es nicht zugibt. Aber wie meine Mutter auch schon meinte "Der ist so niedlich, dem kann man nicht böse sein!" Ja, so ist das mit den Männern.

Möglicherweise wiederhole ich bald mein Experiment von 2010, wo ich 1 Woche lang kein Fleisch gegessen hab, nur dass ich diesmal komplett auf tierische Produkte verzichte. Damals führte es dazu, dass ich fast 4 Jahre vegetarisch gegessen habe, also bin ich ein bisschen gespannt. Witzig ist, dass ich es aus total verqueren Gründen getan habe, ich saß fest auf meinem Gewicht, konnte einfach nicht weiter abnehmen, und dachte mir: hey, wenn du kein Fleisch ist, geht das bestimmt viel leichter! Und es ging tatsächlich leichter, obwohl ich nicht sicher bin, ob es wirklich daran lag.

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